VfB-Star Mario Gomez nach Derbysieg: "Die Erwartungshaltung ist riesig in Stuttgart"

Stuttgart - Stürmerstar Mario Gomez war zuletzt beim VfB Stuttgart außen vor, doch beim 3:0-Derbysieg gegen den Karlsruher SC stand er plötzlich in der Startelf.

Er ist der Stürmerstar des VfB Stuttgart: Mario Gomez.
Er ist der Stürmerstar des VfB Stuttgart: Mario Gomez.  © Tom Weller/dpa

Viel gelang ihm zwar nicht, aber beim VfB wird man nicht müde zu erwähnen, wie wichtig der Oldie für die Mannschaft ist. Gomez helfe durch seine Präsenz auf dem Rasen oder in der Kabine, wie Sportdirektor Sven Mislintat nach der Partie zum wiederholten Male klarstellte.

Gomez selbst war zumindest nach dem Erfolg gegen den badischen Rivalen sichtlich zufrieden. "Genießt den Derbysieg", rief er in Richtung der Journalisten, ehe er sich in einer Gesprächsrunde genauer äußerte.

Dann sprach der Stürmer von einem "erwachsenen Sieg" im heißen Duell gegen KSC. Allerdings fiel es ihm schwer einzuschätzen, wie die VfB-Fans den Dreier gegen den KSC einordnen würden. "Ich sehe bei den Leuten viele Fragezeichen. Es ist nicht so eine losgelöste Stimmung, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte", sagte Gomez.

Dies erklärte sich der 34-Jährige mit den vier Pleiten zuvor, die beim VfB-Anhang für etwas Unruhe gesorgt hatten und verwies darauf, dass "die Erwartungshaltung" in Stuttgart "riesig" ist.

Nach Derby gegen den KSC fand VfB-Star Mario Gomez mahnende Worte

Lukas Fröde (l) vom Karlsruher SC in Aktion gegen Mario Gomez (r) vom VfB Stuttgart.
Lukas Fröde (l) vom Karlsruher SC in Aktion gegen Mario Gomez (r) vom VfB Stuttgart.  © Tom Weller/dpa

Diesen Fans versprach Gomez aber: "Ihr könnt euch darauf einstellen, dass auch wieder ein paar Siege kommen werden!"

Dennoch mahnte der ehemalige deutsche Nationalspieler auch vor zu hoher Erwartung: "Wir müssen den Ball flach halten. Es wird bei uns immer viel über Geld geredet."

Dies betreffe insbesondere seine Person, wie der Stürmer feststellte: "Ich sehe immer nur Gomez und was ich anscheinend verdienen soll."

Verständnis hat der Champions-League-Sieger von 2013 dafür nicht: "Wir Spieler können erstens nichts dafür, weil das ist das System Fußball und zweitens ist es einfach so, dass wir trotzdem Menschen sind. Und bei uns in der Mannschaft ganz viele junge, die das alles noch nicht erlebt haben."

Mit dieser sei man allerdings "voll im Soll", zog der 34-Jährige eine erste Zwischenbilanz zur VfB-Saison.

"Wir haben den Anschluss nach oben", sagte Gomez und versicherte, immer "kontinuierlich" weiter arbeiten zu wollen. Was das große Saisonziel der Schwaben angeht, war sich der Stürmer jedenfalls sehr sicher: "Ich bin davon überzeugt, dass wir aufsteigen!"

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