VfB Stuttgart: "Das ist so ein Bullshit!" Gomez frustriert über erneutes Abseits und Twitter lästert

Stuttgart - Nach dem 1:1 des VfB Stuttgart gegen Darmstadt 98 am Montagabend beschäftigt die Fans im Netz vor allem das Abseits von Mario Gomez.

Statt einem Tor hieß es für Mario Gomez: Abseits.
Statt einem Tor hieß es für Mario Gomez: Abseits.

Der 34-Jährige hatte in der 65. Minute eine Flanke verwandelt, doch der Videobeweis zeigte: Abseits. Zum sechsten Mal! Schon gegen Sandhausen wurden drei Treffer nicht gezählt, gegen Nürnberg zwei aberkannt.

Gomez machte gegenüber dem Bezahlsender Sky seinem Unmut über den Videobeweis dann auch Luft: "Das ist das sechste Mal, dass es nur um Zentimeter geht." Und weiter: "Wenn ich das Bild sehe - das ist für mich gleiche Höhe. Und das war es zuletzt auch schon."

Damit aber nicht genug. Der 34-Jährige kam in Fahrt: "Stürmer wie ich, die auf Flanken und Pässe angewiesen sind und mit der Abseitslinie spielen, die werden durch diesen Videobeweis einfach extrem bestraft. Dann müssen wir lauter Messis kaufen, die an der Mittellinie mit dem Ball los laufen und dann schießen wir die Tore."

"Die Leute kommen ins Stadion, weil sie Tore sehen wollen", zeigte sich Gomez sicher. "Wenn ich das so sehe, sind das nicht mal zwei Zentimeter und das ist ein Witz. Aber wenn wir jetzt jedes Mal wegen zwei Zentimetern zurückpfeifen ... Aber wenn wir jetzt jedes Mal wegen zwei Zentimetern zurückpfeifen und der Linienrichter, weil so viel Druck auf dem bescheuerten Videobeweis lastet, immer aus Sicherheit die Fahne hebt, ist er ja fein raus, weil ihn der Videobeweis revidiert. Das ist so ein Bullshit."

Dann ätzte er: "Vielleicht ist das jetzt die Quittung der Schiedsrichter, die da im Keller sitzen, dafür, dass ich ihnen 20 Jahre auf die Eier gegangen bin auf dem Platz. Ich bin schon einer, der die Schiris nervt. Vielleicht ist das ein Grund."

Gomez spricht gefrustet übers Karriereende

Nach der Abseitsentscheidung: Gomez im Gespräch mit Schiedsrichter Patrick Ittrich.
Nach der Abseitsentscheidung: Gomez im Gespräch mit Schiedsrichter Patrick Ittrich.  © Uwe Anspach/dpa

Schließlich setzte er noch gefrustet hinterher: "Ich bin wirklich froh, dass es für mich keine fünf Jahre mehr geht, weil das macht so keinen Spaß."

Auf Twitter musste man nach der Schimpfkanonade nicht lange auf ein Echo warten. "Gomez redet sich wieder einmal um Kopf und Kragen", schrieb ein User. "Abseits ist abseits. Das war schon immer so. Klar: die Schiedsrichter sind schuld. Armselig, was der dafür einen Dünnschiss redet."

Eine andere Userin wollte wissen: "Gibt es eigentlich Statistiken, wie viele Tore von Gomez ohne VAR (Video Assistant Referee, Anm.d.Red.) gegeben wurden.... aber eigentlich irregulär waren? Vielleicht hat Mario nie ein Tor geschossen". Ins gleiche Horn stieß ein weiterer Nutzer: "Wenn man Gomez' Karriere aufarbeitet und seine Tore anhand neuster Technik analysiert, bleibt womöglich am Ende nur eine Hand voll mickriger Buden übrig."

"Jetzt wissen wir auch wie M. Gomez sich durch seine Karriere gewurschtelt hat", kommentierte wiederum ein anderer. "Gefühlt war uns doch allen irgendwie klar, dass da was nicht stimmen kann. Damit ist jetzt Schluss. Danke VAR!"

Ein weiterer Fan redete Gomez ins Gewissen: "Wenn ich meiner Mannschaft sechs Mal in drei Spielen eine Chance raube, weil ich in aussichtsreichen Situationen ins Abseits renne, würde ich mich selbst hinterfragen anstatt den VAR für meine eigene Unfähigkeit zu beschuldigen."

Am 21. Dezember trifft der VfB auf Hannover 96. Ob die VAR-Abseits-Serie von Gomez dann reißt? Es bleibt spannend.

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