VfB-Star Gomez oder Turbo-Argentinier Gonzalez: Wer stürmt gegen die TSG?

Stuttgart - Die Qual der Wahl! Vor dem Duell in der Fußball-Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr) muss sich VfB-Stuttgart-Trainer Markus Weinzierl mal wieder entscheiden: Wem schenkt er im Sturm das Vertrauen?

Geküsst von Ozan Kabak: Torschütze Marc-Oliver Kempf beim zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen den BVB.
Geküsst von Ozan Kabak: Torschütze Marc-Oliver Kempf beim zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen den BVB.  © DPA

Bei der 1:3-Pleite am vergangenen Spieltag in Dortmund sorgte Weinzierl nämlich für eine kleine Überraschung, als er VfB-Stürmerstar Mario Gomez nur auf die Bank setzte.

Stattdessen sprach er dem Argentinier Nicolás González sein Vertrauen aus, obwohl Gomez beim 5:1-Kantersieg über Hannover 96 am Spieltag zuvor sogar noch den 1:0-Führungstreffer erzielte.

Doch es ist die Masche des VfB-Trainers gegen starkaufspielende Gegner, eher auf Gomez zu verzichten und auf schnellere Stürmer zu setzen.

So ließ er beispielsweise in der Partie bei Rekordmeister Bayern München den griechischen Flitzer Anastasios Donis ran, der sich allerdings zuletzt wegen disziplinarischen Gründen nicht für die VfB-Startformation empfiehl.

Anders der Turbo-Argentinier González, der sich in seinen bisherigen Startelfeinsätzen immer wieder bemühte.

VfB-Star Mario Gomez tröstet seinen Stürmer-Konkurrenten Nicolás González nachdem er im Hinspiel gegen Werder Bremen dutzende Chancen ausließ.
VfB-Star Mario Gomez tröstet seinen Stürmer-Konkurrenten Nicolás González nachdem er im Hinspiel gegen Werder Bremen dutzende Chancen ausließ.  © Imago

Doch im Gegensatz zu seinen Leistungen in den Testspielen der Sommervorbereitung, präsentierte sich González in der Bundesliga bisher alles andere als treffsicher.

Manch einer titulierte ihn bereits als klassischen Chancentod.

Unvergessen sind die Szenen nach seinem Hinspiel gegen Werder Bremen, als González mit einer guten Portion Verzweiflung aus allen Lagen versuchte einen Treffer zu erzielen.

Er wollte das Ende seiner Torflaute erzwingen, was dem 20-Jährigen jedoch trotz der Masse an Chancen nicht gelang.

Der VfB gewann zwar schlussendlich die Partie, doch González liefen nach Spielende trotzdem die Tränen, sodass ihn Sturm-Kollege Gomez Trost spenden musste (Bild).

Vor dem Heimspiel am Samstag in der Merdecedes-Benz Arena sind die beiden jedoch Konkurrenten, sodass sich die Frage stellt, für wen sich VfB-Coach Weinzierl entscheiden wird.

BVB-Rechtsverteidiger Marius Wolf (r.) und VfB-Mittelfeldmann Alexander Esswein (l.) im Zweikampf.
BVB-Rechtsverteidiger Marius Wolf (r.) und VfB-Mittelfeldmann Alexander Esswein (l.) im Zweikampf.  © DPA

"Jeder hat seine Stärken und Vorzüge", blieb der 44-jährige VfB-Übungsleiter am Donnerstag auf der Pressekonferenz noch geheimnisvoll.

González bevorzuge er, wenn er die Priorität auf das eigenen Konterspiel setze, was gegen Hoffenheim der Fall sein könnte.

Gomez Trumpf liegt dagegen in dessen Erfahrung und Stellung in der Mannschaft, die er als Vizekapitän genießt.

Außerdem netzte der ehemalige deutsche Nationalspieler schon sechs Mal in der aktuellen Bundesliga-Saison, während der 20-Jährige Argentinier nur mickrige zwei Treffer vorzuweisen hat.

Grundsätzlich schloss VfB-Coach Weinzierl allerdings auch nicht aus, dass die beiden auch als Doppel-Spitze agieren könnten.

Doch dafür müsste dann wohl Alexander Esswein weichen, wofür Weinzierl derzeit nicht bereit zu sein scheint.

Somit bleibt es für die Partie gegen die TSG bei der G-Frage im Sturm der Schwaben: Gomez oder González?

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