Hat VfB-Stürmerstar Mario Gomez noch die Qualität?

Stuttgart - Mario Gomez trifft wieder. Und das regelmäßig. In allen drei Zweitligapartien 2020 hat der ehemalige deutsche Nationalstürmer für den VfB Stuttgart zugeschlagen.

Mario Gomez (l) vom VfB Stuttgart jubelt nach seinem Tor zum 3:0 mit Hamadi Al Ghaddioui (M) vom VfB Stuttgart und Orel Mangala (r) vom VfB Stuttgart.
Mario Gomez (l) vom VfB Stuttgart jubelt nach seinem Tor zum 3:0 mit Hamadi Al Ghaddioui (M) vom VfB Stuttgart und Orel Mangala (r) vom VfB Stuttgart.  © Tom Weller / DPA

Im Herbst seiner Karriere erlebt der 34-Jährige also so etwas wie seinen zweiten Frühling und empfiehlt sich für einen Stammplatz.

Dies war vor der Saison und auch nach der Hinrunde wirklich noch nicht abzusehen. Unter Ex-VfB-Trainer Tim Walter geriet Gomez nämlich einzig durch seine alberne Kritik am Videobeweis in die Schlagzeilen.

Fünf Tore wurden dem Goalgetter aufgrund knapper Abseitsstellungen aberkannt, was den 34-Jährigen ordentlich auf die Palme brachte.

Er sei froh, dass der größte Teil seiner Karriere vorüber sei "und ich nicht mehr zehn Jahre damit spielen muss", ärgerte sich Gomez damals und vergaß dabei: Abseits ist eben Abseits.

Doch ehe Gomez vor lauter Ärger noch graue Haare bekam, wurde Pellegrino Matarazzo neuer Trainer bei den Schwaben und der Stürmerstar durfte endlich wieder jubeln.

In den Heimspielen gegen Heidenheim und Erzgebirge Aue machte Gomez mit seinen Toren zum jeweils 3:0 den Deckel drauf, bei der Auswärtspartie auf St. Pauli erzielte er kurz vor Schluss sogar den wichtigen Treffer zum 1:1-Ausgleich.

Darum trifft Mario Gomez für den VfB Stuttgart wieder

 FC St. Pauli - VfB Stuttgart im Stadion am Millerntor. Stuttgarts Mario Gomez feiert sein Tor zum 1:1.
FC St. Pauli - VfB Stuttgart im Stadion am Millerntor. Stuttgarts Mario Gomez feiert sein Tor zum 1:1.  © Christian Charisius/dpa

Dass Gomez wieder mehr trifft, ist aber kein Zufall.

Denn durch die neue Art und Weise wie Coach Matarazzo Fußball spielen lässt, haben die Schwaben wieder mehr Tiefe in ihrem Spiel und Sturmtanks wie Gomez oder Hamadi Al Ghaddioui werden häufiger in Szene gesetzt.

"Wenn wir Mario in Abschlusssituationen bekommen oder auch Hamadi, dann haben die beiden die Qualität, Tore zu machen", schätzte Sven Mislintat die Lage ein.

Anschließend nahm der VfB-Sportdirektor die gesamte Mannschaft in die Pflicht: "Wenn wir mit Zielstürmern spielen, dann müssen wir drum herum dafür sorgen, dass sie in solche Situationen kommen." Dann träfen sie auch, so Mislintat, der noch nachschob: "Dazu gehört natürlich auch ein Lauf und das Quäntchen Glück dazu."

Dieses Glück hat Gomez aktuell wieder. Wenn es so weiter geht, könnte es sogar ein richtiger Lauf werden. Aber wahrscheinlich der letzte für Gomez im Trikot des VfB Stuttgart.

Denn nach der Saison wird der 34-Jährige wahrscheinlich seine Kickschuhe an den Nagel hängen.

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