VfB-Star Mario Gomez nach Fan-Unmut mit gemischten Gefühlen: "Jeder darf sagen, was er will"

Stuttgart - Miese Stimmung beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart! Die Schwaben verloren 0:1 (0:0) gegen Holstein Kiel und kassierten somit die zweite Pleite in Folge.

Holger Badstuber zupft an seinem Trikot. Kurze Zeit später schickt ihn der Schiedsrichter vom Platz.
Holger Badstuber zupft an seinem Trikot. Kurze Zeit später schickt ihn der Schiedsrichter vom Platz.

Und das zweite Pfeifkonzert!

Wie bereits bei der Heimniederlage gegen Wehen Wiesbaden wurden die Fans am Sonntag erneut schnell unruhig in der Mercedes-Benz Arena.

"Es ist natürlich jetzt Pessimismus da, auch Unmut bei den Fans, wenn man zwei Spiele nicht gewinnt", bewertete VfB-Stürmerstar Mario Gomez die Fanreaktion.

Wegen der Pfiffe richtete der erfahrene deutsche Ex-Nationalspieler sogar das Wort an seine Teamkollegen: "Ich habe in der Kabine zur Mannschaft gesagt, dass man das verstehen muss. Die sind genauso unzufrieden wie wir."

Außerdem müsse man mit dieser Reaktion rechnen, wenn man gegen Wehen und Kiel verliert, zeigte der 34-Jährige Verständnis.

Allerdings pfiffen die Anhänger nicht erst am Ende des Spiels, sondern bereits in der 30. Minute beim Stand von 0:0.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der VfB eine ordentliche Leistung abgerufen, einzig die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fehlte.

VfB-Stuttgart-Sportdirektor Sven Mislintat sprach über die Unterstützung aus der Cannstatter Kurve

Wären wahrscheinlich am liebsten im Boden versunken: Orel Mangala (l.), Mario Gomez (M), Emiliano Insua (r) vom VfB Stuttgart nach der Pleite gegen Kiel.
Wären wahrscheinlich am liebsten im Boden versunken: Orel Mangala (l.), Mario Gomez (M), Emiliano Insua (r) vom VfB Stuttgart nach der Pleite gegen Kiel.

Als die Stuttgarter dann mehrfach Rückpässe auf ihren Torwart Gregor Kobel spielten, pfiffen die ersten Fans.

Aber lang nicht alle!

Besonders Fans aus der Cannstatter Kurve hielten von dem Unmut so gar nichts und stimmten umgehend "Steht auf, wenn ihr Schwaben seid", an.

Dies gefiel auch VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.

Die Reaktion aus der Kurve war bei beiden Spielen (gegen Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel) "ausgezeichnet", erinnerte der 46-Jährige.

Mislintat weigerte sich nur über die pfeifenden Fans zu sprechen und verwies darauf: "Die Reaktion nach dem Spiel hilft uns mehr, als die drei, vier Pfiffe."

Für den Unmut während der Partie hatte übrigens auch Gomez weniger Verständnis.

Von TAG24 darauf angesprochen, holte er tief Luft und sagte: "Das schöne im Fußball ist ja, dass jeder sagen darf und denken darf, was er will."

Dennoch ist sich Gomez sicher: "Das ist eine Momentaufnahme und hat nichts mit der Mannschaft zu tun. Wenn wir in den nächsten Spielen von fünf Hochkarätern, einen oder zwei machen, dann wird die Stimmung wieder explodieren."

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