Eskalation abgewendet: VfB-Coach Weinzierl zieht Kopf aus der Schlinge

Stuttgart - Nach dem fulminanten Triumph im direkten Abstiegsduell gegen Hannover 96 (5:1) ist die Stimmung beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart ausgelassen.

Lässt sich nach dem Kantersieg gegen Hannover 96 von den Fans feiern: Doppelpacker Ozan Kabak.
Lässt sich nach dem Kantersieg gegen Hannover 96 von den Fans feiern: Doppelpacker Ozan Kabak.  © DPA

Egal ob bei den Spielern, VfB-Coach Markus Weinzierl oder Sportvorstand Thomas Hitzlsperger: Allen war die Erleichterung nach dem Kantersieg ins Gesicht geschrieben.

Doch bei aller abgefallenen "Last", wie Hitzlsperger seinen Gemütszustand nach dem Sieg beschrieb, ist die Situation des VfB Stuttgart weiter prekär.

Mit dem Triumph über 96 haben die Brustringträger zwar verhindert auf den direkten Abstiegsplatz zu rutschen und schöpften neuen Mut, doch in einer Situation, in der sich die Kicker bereits in absoluter Bringschuld befanden.

Denn im Falle einer Niederlage wäre Coach Weinzierl kaum noch zu halten gewesen und der Verein stünde vermutlich, wie nach der Pleite gegen Düsseldorf (0:3) und der Entlassung Reschkes, vor einem weiteren Beben.

Doch statt der Eskalation, folgte der Kantersieg gegen Hannover 96 und die Weinzierl-Schützlinge stellten die Weichen, um im nun extrem heißen Abstiegskampf doch noch bestehen zu können.

Erstmal seinen Kopf aus der Schlinge gezogen: VfB-Coach Markus Weinzierl.
Erstmal seinen Kopf aus der Schlinge gezogen: VfB-Coach Markus Weinzierl.  © DPA

Für etwas Ernüchterung könnte allerdings das bevorstehende Programm sorgen: Die nächsten Gegner heißen nämlich Borussia Dortmund (1.), Hoffenheim (9.) und Frankfurt (5.).

Doch VfB-Kapitän Christian Gentner gibt sich selbstbewusst: "Wir haben heute ein Zeichen nach außen gesetzt. Mit der Leistung können wir auch in Dortmund was holen."

Im Zuge der 0:4-Hinspiel-Pleiten gegen die Borussia und der TSG-Hoffenheim, sowie der 0:3-Niederlage gegen die Frankfurter fällt dies allerdings schwer zu glauben. Des Weiteren holten die Schwaben erst gegen eine einzige Mannschaft aus der aktuellen oberen Tabellenhälfte Punkte, nämlich beim 2:1-Heimsieg gegen die Hertha.

Doch die Dortmunder und die Hoffenheimer haben zuletzt ganz schön Federn gelassen, weshalb die Schwaben auf weitere Pünktchen im Abstiegskampf hoffen dürfen.

Außerdem spricht VfB-Coach Weinzierl ja gerne vom überraschen. Nun ist es aller höchste Eisenbahn, die bisher leeren Floskeln endlich mal auf den Rasen zu umzusetzen .

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