Unzufrieden mit dem Kader? VFB-Coach Weinzierl wirft Offensiv-Plan über Bord

Stuttgart - Beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart kehrte zuletzt etwas Ruhe ein: Denn beim Auswärtserfolg gegen den 1. FC Nürnberg (TAG24 berichtete) feierten die Schwaben den ersten Sieg unter Trainer Markus Weinzierl.

Endlich lacht man beim VfB Stuttgart wieder: Erleichterung pur nach 2:0-Erfolg gegen Nürnberg.
Endlich lacht man beim VfB Stuttgart wieder: Erleichterung pur nach 2:0-Erfolg gegen Nürnberg.

Trotzdem ist die Lage der Stuttgarter weiterhin brenzlig: Nachdem die direkte Konkurrenz ebenfalls punktete, bleibt der VfB Tabellenschlusslicht.

Dennoch war der Erfolg gegen Nürnberg nach zuletzt drei Pleiten mit elf Gegentoren und ohne einen eigenen Treffer, mehr als nur Balsam für die VfB-Seele.

Vor allem angesichts der Länderspielpause wäre eine erneute Niederlage katastrophal für die Moral der Mannschaft gewesen.

Den Weg zum Erfolg ebnete die taktische Umstellung Weinzierls: Mit Andreas Beck und Marc Oliver Kempf brachte der VfB-Coach zwei defensivere Außenverteidiger als zuletzt, die für mehr Stabilität im Spiel des VfB Stuttgart sorgten.

Damit zog Weinzierl die Lehren aus den üblen Pleiten gegen Dortmund, Hoffenheim und Frankfurt: "Ich glaube, dass uns die Rückschläge nicht umgeworfen haben. Wir haben trotzdem Erkenntnisse gewonnen, die wir umgesetzt haben – wir haben versucht, das Beste für die Mannschaft in der aktuellen Situation zu finden", sagte er im Gespräch mit Sky.

VfB-Coach Markus Weinzierl feierte beim Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg seinen ersten Sieg.
VfB-Coach Markus Weinzierl feierte beim Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg seinen ersten Sieg.

Das beste für die Mannschaft scheint eben derzeit nicht der Mut zur Offensive zu sein.

Dieser wurde der Öffentlichkeit im Zuge der Weinzierl-Verpflichtung immer wieder versprochen. (TAG24 berichtete)

Vor allem Sportvorstand Michael Reschke, aber auch Weinzierl predigten wiederholt, die Zeit der Defensiv-Taktik sei zu Ende.

Diese war Ex-Coach Tayfun Korkut immer wieder vorgeworfen worden.

Doch nach dem blamablen Auftakt unter Weinzierl mussten die VfB-Verantwortlichen umdenken - Defensive vor Offensive!

Weinzierl schiebt die neue defensivere Ausrichtung auf den vorhanden Kader: "Ich glaube, dass es keinen Sinn macht, seine Ideen blind über einen Kader zu stülpen."

Weinzierl wirkt etwas unzufrieden bezüglich der Kader-Zusammenstellung , die Sportvorstand Reschke zu verantworten hat.

Reschke ließ allerdings bereits verlauten, dass er im Winter neue Spieler ins Schwabenland lotsen möchte. (TAG24 berichtete)

Doch bis dahin sollte der VfB noch ein paar Punkte sammeln, um nicht im Abstiegssumpf zu versinken. Am Freitag treffen die Stuttgarter zum 12. Spieltag auswärts auf Bayer Leverkusen (20.30 Uhr), die Woche drauf kommt der FC Augsburg in die Mercedes-Benz Arena nach Stuttgart.

Weinzierl hat in den verbleibenden Spielen der Hinrunde noch große Pläne: "Es gilt kurzfristig zu arbeiten, die Ergebnisse zu holen und Anschluss zu halten oder besser noch Anschluss ans Mittelfeld herzustellen bis Weihnachten, um das Ganze in der Rückrunde zu regeln."

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