Der neue VfB-Trainer Matarazzo bekommt von seinen Bossen nur wenig Zeit

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat einen neuen Trainer! Pellegrino Matarazzo heißt dieser, wie der Verein eine Woche nach der Entlassung von Trainer Tim Walter bekannt gab. (TAG24 berichtete)

Die beiden sportlich Verantwortlichen beim VfB: Sportdirektor Sven Mislintat (l.) und Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.
Die beiden sportlich Verantwortlichen beim VfB: Sportdirektor Sven Mislintat (l.) und Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.  © DPA/ Andreas Gora

Eine mutige Entscheidung der VfB-Veranwortlichen, denn Erfahrung hat der Amerikaner, der auch einen italienischen Pass besitzt, kaum.

Im Profibereich war er bisher einzig für die TSG 1899 Hoffenheim als Co-Trainer tätig. Dort stand er zunächst an der Seite des heutigen RB-Leipzig-Trainers Julian Nagelsmann, dann von Alfred Schreuder.

Doch trotz dieser überschaubaren Vita des fast zwei Meter großen Mannes, entschieden sich VfB-Sportdirektor Sven Mislintat und Sportvorstand Thomas Hitzlsperger für Matarazzo.

"Wir sind davon überzeugt, dass er unserer Mannschaft wichtige Impulse für eine erfolgreiche Rückrunde in der 2. Bundesliga geben kann", so Mislintat in einem Statement.

Trotz dieser Überzeugung ist allerdings spürbar: Der Druck auf Mislintat und Hitzlsperger wird größer.

Während die VfB-Bosse bei der Verpflichtung von Ex-Trainer Walter im Falle von anfänglichen Misserfolg noch Geduld versprachen, bekommt Matarazzo diese Schonfrist nicht mehr.

"Wir wollen kurzfristig erfolgreich sein", stellte Hitzlsperger klar.

Matarazzo muss den VfB Stuttgart in Rekordzeit auf die Erfolgsspur bringen

Pellegrino Matarazzo kommt von der TSG zum VfB.
Pellegrino Matarazzo kommt von der TSG zum VfB.  © imago images/Claus Bergmann

Kein Wunder! Schließlich würde bei einem durchwachsenen Rückrundenstart, das Ziel Bundesliga-Aufstieg in Gefahr geraten.

Und dann würde nicht mehr nur über den Trainer diskutiert werden, sondern auch über die sportliche Führung.

In erster Linie müsste Sportdirektor Mislintat den Kopf hinhalten, der die Matarazzo-Verpflichtung zu verantworten hat. Aber auch das fast lupenreine Image von Hitzlsperger würde beschädigt werden.

Dies soll nun aber der neue VfB-Coach Matarazzo verhindern.

Eine undankbare Aufgabe!

Er muss in Rekordzeit sportlichen Erfolg ins Ländle bringen und gleichzeitig seiner Mannschaft einen frischen Offensivfußball einimpfen, der das Publikum begeistert.

Taktisch soll Matarazzo übrigens nicht ganz so stur am Ballbesitzfußball festhalten, wie es Ex-Coach Walter tat. Außerdem soll er ruhiger sein als sein Vorgänger, der mit seiner Arroganz häufig aneckte.

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