Aufatmen! VfB mit kloppschen Kick zum wichtigen Sieg

Stuttgart - Was für ein Befreiungsschlag! Beim Debüt von Interimstrainer Nico Willig feierte Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart einen verdienten 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach. (TAG24 berichtete)

Fighten um die Pille: Stuttgarts Andreas Beck (links) und Gladbachs Denis Zakaria (rechts).
Fighten um die Pille: Stuttgarts Andreas Beck (links) und Gladbachs Denis Zakaria (rechts).  © DPA

Es war der erste Dreier seit sechs sieglosen Spielen, weshalb beim VfB allgemeine Erleichterung herrschte.

"Erkämpft" und "verdient", bewertete VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger den wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt.

Großen Anteil daran hatte Interimscoach Willig, der es nur innerhalb einer Woche schaffte, dem VfB einen klaren Matchplan mit auf dem Weg zu geben.

Die Brustringträger erspielten sich durch schnelles Vertikalpassspiel in die Spitze, immer wieder gefährliche Chancen - eine nutzte der schnelle Grieche Anastasios Donis.

Von Beginn an war der VfB aggressiv, setzte die Gladbacher früh unter Druck, sodass das Fohlen-Spiel nicht zur Entfaltung kam.

Nicht nur in der Art und Weise wie der VfB gegen die Gladbacher kickte, auch der Jubel von Willig (Bild) erinnerte an Jürgen Klopp, den der VfB-Interimstrainer unter der Woche bereits als sein Vorbild erklärte.

Im Stile Jürgen Klopps: VfB-Interimscoach jubelt nach dem Schlusspfiff gegen Gladbach. Links im Bild: VfB-Kreativspieler Daniel Didavi.
Im Stile Jürgen Klopps: VfB-Interimscoach jubelt nach dem Schlusspfiff gegen Gladbach. Links im Bild: VfB-Kreativspieler Daniel Didavi.

Willigs Philosophie ist den Ball zu "jagen", kommentierte auch VfB-Kapitän Andreas Beck den Plan seines Trainers bei "Sky".

Dies zeichnete sich zwar bereits in der zurückliegenden Trainingswoche ab, doch es überraschte, wie schnell die Brustringträger das Willig-System verinnerlichten und auf den Rasen brachten.

"Für Pizza" zur Belohnung reiche es jedoch noch nicht, erklärte Willig, der als Coach der Stuttgarter U19 seinen Schützlingen häufiger ein italienisches Traditionsgericht spendierte.

Doch hungrig zeigten sich die VfB-Profis gegen Gladbach - keine Frage.

"Wenn wir so weiter machen, haben wir eine gute Zukunft vor uns", so VfB-Sportvorstand Hitzlsperger.

"Der erste Schritt ist gemacht", stellte er weiter fest. Doch der Weg zum Klassenerhalt ist noch lang. Durch den Schalker Dreier gegen Dortmund bleibt es bei den sechs Punkten Rückstand ans rettende Ufer, zusätzlich belastet die Schwaben ihr unterirdisches Torverhältnis.

Doch für das wahrscheinliche Relegations-Szenario ist besonders ein Aufwärtstrend wichtig. Diesen muss der VfB nun fortsetzen. Am kommenden Samstag (ab 15:30 Uhr) sind die Schwaben in der Hauptstadt bei Hertha BSC zu Gast.

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