Ex-VfB-Spieler Pogrebnyak wegen Rassismus in Russland bestraft

Moskau – Der frühere VfB-Profi Pawel Pogrebnyak (35) ist wegen rassistischer Äußerungen vom russischen Fußballverband mit einer Geldbuße und einer Bewährungsstrafe belegt worden.

War von 2009 bis 2012 beim VfB Stuttgart unter Vertrag: Pavel Pogrebnyak.
War von 2009 bis 2012 beim VfB Stuttgart unter Vertrag: Pavel Pogrebnyak.

Der Ex-Stuttgarter hatte sich abfällig über schwarze Spieler in russischen Teams geäußert.

Der Ethikausschuss des Verbandes verhängte am Dienstag eine Strafe von 250.000 Rubel (3.400 Euro), was einem Vielfachen des russischen Durchschnittslohnes entspricht.

Außerdem wird Pogrebnyak bis Saisonende gesperrt, sollte er sich erneut rassistisch äußern.

Die Strafe gilt als bemerkenswert für russische Verhältnisse und soll einem Antidiskriminierungsprojekt zugutekommen.

Der Spieler, der aktuell beim Club Ural in Jekaterinburg unter Vertrag steht, hatte die Einbürgerung schwarzer Fußballer kritisiert.

Im Interview der "Komsomolskaja Prawda" hatte er gesagt: "Es ist lächerlich, dass ein dunkelhäutiger Spieler für die russische Nationalmannschaft auftritt." Der neue Fußballverbandschef Alexander Djukow rügte die Aussage. Porgrebnyak hatte sich entschuldigt.

Rassismus ist verbreitet im russischen Fußball, wird aus Sicht von Menschenrechtlern aber nur unzureichend geahndet. In Stadien werden Spieler mit dunkler Hautfarbe mitunter mit Bananen beworfen.

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