Buchwald scheidet als VfB-Präsident aus, das sind die übrigen Kandidaten

Stuttgart - Wer wird der neue Präsident beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart? Langsam spitzt sich der Kampf um die Nachfolge des zurückgetretenen Wolfgang Dietrich zu - überraschenderweise allerdings ohne VfB-Legende Guido Buchwald.

Matthias Klopfer zog seine Kandidatur zurück.
Matthias Klopfer zog seine Kandidatur zurück.  © Thomas Niedermüller/dpa

Denn der Vereinsbeirat hat am Freitag seine Kandidaten-Liste auf vier Namen reduziert, auf welcher der Weltmeister von 1990 fehlt.

Ein Paukenschlag! Immerhin wurde Buchwald von Stuttgarter Größen wie Jürgen Klinsmann und Thomas Berthold unterstützt und galt als Favorit unter den Kandidaten.

Ein anderer hat am Freitagmittag bereits selbst das Handtuch geworfen: Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer. (TAG24 berichtete)

Interessant ist seine Begründung, denn er kritisiert die Abläufe beim VfB hinsichtlich der Beförderung von Thomas Hitzlsperger zum Vorstandsvorsitzenden.

Er spricht von einer Machtdemonstration des Aufsichtsrats, der klarstellt, dass man für solche Entscheidungen die Meinung des neuen Präsidenten nicht brauche. Auf solche Machtspielchen hat Klopfer keine Lust und überlässt somit anderen das Feld.

Wer wird Präsident des VfB Stuttgart?

 Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Guido Buchwald ist raus aus dem Präsidenten-Rennen beim VfB Stuttgart.
Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Guido Buchwald ist raus aus dem Präsidenten-Rennen beim VfB Stuttgart.

Brisant ist übrigens die Begründung des Vereinsbeirats, weshalb dieser sich gegen den ein oder anderen Bewerber entschieden hat.

In der Mitteilung heißt es, "dass sich einige Vorstellungen von Bewerberinnen und Bewerbern in der Praxis nicht realisieren lassen."

Und, dass "auch teilweise die finanziellen Vorstellungen oder die geforderte personelle Ausstattung nicht umsetzbar" war.

Auf den ersten Blick scheint also zumindest der Vereinsbeirat aus der Vergangenheit mit Ex-Präsident Dietrich gelernt zu haben.

Dieser wurde nämlich nicht müde zu erwähnen, dass die Stuttgarter ins obere Tabellendrittel der Bundesliga gehören. Stattdessen stieg man bekanntlich ab, Dietricht trat zurück und beim VfB backt man inzwischen kleinere Brötchen.

Doch wer wird denn jetzt nun ab dem 15. Dezember an der Spitze des Traditionsvereins stehen?

Die übrigen Kandidaten heißen Martin Bizer, Christian Riethmüller, Susanne Schosser und Claus Vogt. Vogt gilt als kapitalismuskritisch und ist Geschäftsführer der Böblinger Firma Intesia. Er ist Gründer der Initiative FC Playfair! und ist besonders in der aktiven Fanszene des VfB beliebt.

Bizer ist ein pensionierter Schulleiter des Stuttgarter Wirtemberg-Gymnasium, wie der "SWR" berichtet. Die einzige Frau im Bunde ist dagegen Schosser. Sie ist ehemalige Medienmangerin und Programmbeirätin des Trickfilmfestivals in Stuttgart. Bleibt noch Riethmüller, der als Geschäftsführer der Buchhandlung Osiander bekannt ist.

Am 7. November will der Vereinsbeirat entscheiden, welche zwei Kandidaten bei der Mitgliederversammlung (15. Dezember) für das Präsidentenamt zur Wahl stehen.

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