Bitter! VfB verbessert, doch verliert gegen eiskalte Leipziger

Stuttgart - Das war bitter! Am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga verliert der VfB Stuttgart in der heimischen Mercedes-Benz Arena gegen RB Leipzig mit 1:3 (1:1).

Steven Zuber (r.) trifft per Elfmeter zum 1:1-Ausgleich (16.) für den VfB gegen RB Leipzig.
Steven Zuber (r.) trifft per Elfmeter zum 1:1-Ausgleich (16.) für den VfB gegen RB Leipzig.  © DPA

Yussuf Poulsen erzielte für die Leipziger das 1:0 (6.), ehe Steven Zuber für die Schwaben den 1:1-Ausgleich besorgte (16.). Zum 2:1 für die Leipziger traf Marcel Sabitzer. Zum Schluss schnürte Poulsen noch seinen Doppelpack zum 3:1-Endstand für RB (74.).

VfB-Coach Markus Weinzierl wechselte seine Startformation gegenüber der heftigen Pleite in Düsseldorf auf drei Positionen: VfB-Star Mario Gomez kehrte nach seiner Rotsperre zurück, außerdem begannen Andreas Beck und Gonzalo Castro. Dafür nahm er überraschend Kapitän Christian Gentner raus, sowie den verletzungsanfälligen Daniel Didavi. Verzichten mussten die Brustringträger auf den rotgesperrten Nicolás González.

Auch Leipzigs Coach, Fußball-Professor Ralf Rangnick, schmiss drei neue in die Startelf.

So starteten Ibrahima Konaté, Tyler Adams, sowie Emil Forsberg, statt dem gelbgesperrten Konrad Laimer, Nordi Mukiele und Stefan Ilsanker.

Der neue kritische Blick von der Seitenlinie: VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.
Der neue kritische Blick von der Seitenlinie: VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.

Die Partie startete rasant und mit dem fast schon obligatorischen frühen Gegentreffer für die Schwaben: In der fünften Minute tankte sich der pfeilschnelle Ex-VfB-Stürmer Timo Werner auf der linken Seite durch und passte flach in den Stuttgarter Fünfmeter-Raum - dort stand Poulsen, der die Kugel ohne große Mühe zum 1:0 für Leipzig verwandelte.

Doch durch den Videobeweis bekam der VfB die schnelle Chance zur Antwort: So kam es in der 16. Minute nach einem Handspiel von RB-Verteidiger Willi Orban zu einem Elfmeter. Der neue VfB-Flügelflitzer Steven Zuber schnappte sich mit viel Selbstbewusstsein die Kugel und traf zum glücklichen 1:1-Ausgleich.

Nach ereignisreichem Beginn gönnten sich die Kicker eine kleine Verschnaufpause, ohne das einer der beiden Farben die Partie so wirklich kontrollierte.

Doch insgesamt zeigten sich die Schwaben besonders defensiv deutlich verbessert. Kurz vor der Halbzeit hatte dann Ozan Kabak sogar noch die Riesenmöglichkeit zur Führung, doch Sabitzer rettete die Leipziger, sodass es mit dem 1:1-Unentschieden in die Pause ging.

Im RB-Sandwich: VfB-Star Mario Gomez.
Im RB-Sandwich: VfB-Star Mario Gomez.  © DPA

Die Leipziger legten auch in der zweiten Halbzeit los wie die Feuerwehr: So setzte Forsberg im Mittelfeld zu einem Tempolauf an, doch sein Abschluss zischte links am VfB-Gehäuse vorbei (47.).

Die Stuttgarter waren dagegen stark damit beschäftigt die defensive Kompaktheit zu wahren. Kein leichtes Unterfangen, da dass Kombinationsspiel der Sachsen immer stärker wurde.

Stuttgarts Offensiv-Bemühungen, meist Konter, verpufften oft schon in ihren Ansätzen. Anders allerdings in der 64. Minute, als der Argentinier Santiago Ascacibar fast die Führung für die Schwaben erzielte, doch RB-Keeper Peter Gulacsi sicher parierte.

Besser machte es kurz darauf der Leipziger Sabitzer, der die Schwaben per Freistoß schockte: 2:1 für RB (68.).

Die Sachsen machten nun ernst: So entschied Doppelpacker Poulsen in der 74. Minute die Partie mit einem sensationellen Solo, an dessen Ende er den VfB-Keeper Zieler lässig zum 3:1-Endstand überlistete.

So bleibt die Wende für den abstiegsbedrohten VfB Stuttgart weiter aus, die am kommenden Freitag zur Auswärtspartie nach Bremen müssen.

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0