Wirbel beim VfB Stuttgart: Nach Buchwald-Aus reagiert der Vereinsbeirat auf dessen Vorwürfe

Stuttgart - Wirbel beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart! Schon vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember geht es bei den Schwaben heiß her.

Wollte eigentlich Präsident des VfB Stuttgart werden: Guido Buchwald.
Wollte eigentlich Präsident des VfB Stuttgart werden: Guido Buchwald.  © DPA/Christoph Schmidt

Denn am vergangenen Freitag veröffentlichte der Vereinsbeirat eine Liste von Bewerbern, die als mögliche Kandidaten für das vakante Präsidentenamt übrig bleiben.

Darauf standen nur noch vier Namen: Martin Bizer, Christian Riethmüller, Susanne Schosser und Claus Vogt.

Es fehlte ausgerechnet Vereinslegende Guido Buchwald, der bis dahin als Favorit galt.

Buchwald reagierte emotional auf sein Aus und veröffentlichte ein Statement auf seinem Facebook-Kanal. (TAG24 berichtete)

Sein größter Vorwurf gegenüber dem VfB Stuttgart: Aufsichtsrat Wilfried Porth (Daimler-Vorstand) habe sich "aktiv" in die Präsidentensuche eingemischt, weshalb Buchwald von seinem Aus nicht überrascht sei. Im Februar war die Vereinslegende nach einem Streit mit Porth aus dem Aufsichtsrat zurückgetreten.

VfB-Vereinsbeirats-Chef Wolf Dietrich Erhard zu Guido Buchwald

Vorsitzender des Vereinsbeirat: Wolf-Dietrich Erhard.
Vorsitzender des Vereinsbeirat: Wolf-Dietrich Erhard.

Dem Vorwurf, dass Porth bisher Einfluss auf die Präsidentensuche genommen hat, widersprach nun Vereinsbeirats-Chef Wolf-Dietrich Erhard deutlich.

"Wilfried Porth hat keinerlei Einfluss auf die Kandidatenauswahl genommen", so Erhard.

Er könne die Enttäuschung seitens Buchwald zwar verstehen, aber begründet dessen Aus als Bewerber anders.

Die Bewerbung um das Präsidentenamt war "ausgeschrieben im Ehren- und Nebenamt und dazu gehört auch ein enger finanzieller Spielraum bei dem Thema Aufwandsentschädigung. Da hatten Guido und wir als Vereinsbeirat unterschiedliche Vorstellungen."

TAG24 wollte daraufhin schließlich wissen, wie Buchwald reagierte, als man ihm aufzeigte, dass seine Gehaltsvorstellungen nicht realistisch sind.

Erhard stellte klar: "Deutlicher als wir es in dem Gespräch mit dem gesamten Vereinsbeirat angesprochen haben, kann man es nicht rüber bringen."

Zudem schließt Erhard aus, dass Aufsichtsrat Porth Einfluss auf den Vereinsbeirat genommen habe, was konkret das Ausscheiden von Buchwald als Bewerber fürs Präsidentenamt angeht. "Er hat sich nicht eingemischt, 0,0", versicherte er.

Am 7. November wird der Vereinsbereit nun die zwei Präsidentschaftskandidaten, die den Mitgliedern zur Wahl gestellt werden, bekannt geben.

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