Argentinier in Sorge: Wie geht es weiter mit Santiago Ascacibar beim VfB Stuttgart?

Stuttgart - Am Rande des 2:1-Heimsieges des VfB Stuttgarter gegen den VfL Bochum, war das Ende der Transferphase das bestimmende Thema.

1. Runde, DFB-Pokal: Rostocks Pascal Breier (l) kämpft mit Stuttgarts Atakan Karazor um den Ball.
1. Runde, DFB-Pokal: Rostocks Pascal Breier (l) kämpft mit Stuttgarts Atakan Karazor um den Ball.

So gerieten viele VfB-Anhänger in Panik, als zirka eine Stunde vor Spielbeginn die Aufstellungen bekannt gegeben wurden.

Santiago Ascacibar, der Gerüchten zufolge kurz vor dem Absprung zu Betis Sevilla stehen sollte, tauchte nicht im Spieltagskader des VfB auf.

Somit interpretierten die meisten: Der Argentinier wird sich wohl auf den Weg nach Spanien befinden, um bei Sevilla einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

Doch VfB-Trainer Tim Walter widersprach schnell und konnte die Fans beruhigen: Publikumsliebling Ascacibar fehlte schlicht aus disziplinarischen Gründen.

Nach Spielende gab es dann die endgültige Gewissheit: Ascacibar bleibt, wie VfB-Sportdirektor Sven Mislintat in der Mixed-Zone klarstellte.

Welche genauen Gründe zur Nicht-Nominierung Ascacibars gegen Bochum geführt hatten, wollte Mislintat nicht verraten.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat über Santiago Ascacibars Strafe: "Nichts Bewegendes"

Brust raus: Santiago Ascacibar gilt beim VfB Stuttgart als Abräumer.
Brust raus: Santiago Ascacibar gilt beim VfB Stuttgart als Abräumer.  © DPA/ Marijan Murat

Aber: "Es ist jetzt nichts Bewegendes. Es ist nichts, was man nicht schon Mal im Profifußball erlebt hat und innerhalb der Länderspielpause wieder aus der Welt geschafft bekommt", so Mislintat.

Mit einem eventuellen Wechselwunsch des Argentiniers soll es allerdings nichts zu tun haben, wie Mislintat erklärte.

Wie man so hört, soll Ascacibar mit seiner Rolle unter VfB-Coach Walter unzufrieden sein und seinen Unmut gegenüber den sportlich Verantwortlichen kundgetan haben.

Ascacibars Problem: Auf seiner Lieblingsposition ist Atakan Karazor gesetzt, während er dagegen bisher nur auf der rechten Achterposition ran darf.

Doch es wird generell eng für Ascacibar, den alle nur liebevoll "Santi" nennen.

Bis zum dritten Spieltag gegen St. Pauli spielte der 22-Jährige noch von Anfang an, doch bereits in Aue wurde er von Philipp Klement ersetzt, dem bis dahin noch die Form fehlte.

VfB-Coach Tim Walter wird Klement gegenüber Ascacibar vorziehen

Stuttgarts Philipp Klement (l) gratuliert Daniel Didavi nach dessen Tor zum 1-0.
Stuttgarts Philipp Klement (l) gratuliert Daniel Didavi nach dessen Tor zum 1-0.  © DPA/ Thomas Kienzle

Klement startete auch am Montag gegen Bochum und bewies seine spielerische Klasse.

Unter anderem legte der Ex-Paderborner mit einem absoluten Zuckerpass das 1:0 durch Daniel Didavi vor. Solche Aktionen sind von einem Spielertypen wie Ascacibar eben nicht zu erwarten.

Einen "Terrier" wie Ascacibar es ist, braucht eine Mannschaft, um im Gegenpressing Bälle zu erobern.

Da der VfB allerdings mit 70 Prozent Ballbesitz im Schnitt meistens eh den Ball hat, erscheint es logisch, wenn VfB-Coach Walter lieber auf einen torgefährlichen Kicker mit Zauberfuß setzt, wie es Klement ist.

Somit bleibt für Ascacibar wohl nur die Reservistenrolle.

Diese schwierige Situation muss der VfB nun erstmal moderieren. Ob dies so einfach ist, wie es Sportdirektor Mislintat ankündigte, wird sich zeigen.

Ascacibar soll sich nämlich auch bereits Sorgen um seinen Platz in der Argentinischen Nationalmannschaft machen. Für die nun anstehenden U-23-Länderspiele gegen Bolivien und Kolumbien ist er allerdings noch nominiert.

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