VfB-Krise: Die Gründe sind offensichtlich

Stuttgart - Es war ein Unentschieden gegen den SC Freiburg (TAG24 berichtete), das sich für den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart wie eine Niederlage anfühlte.

Die VfB-Fans sind bescheiden am Sonntag in der Mercedes-Benz Arena.
Die VfB-Fans sind bescheiden am Sonntag in der Mercedes-Benz Arena.

Denn die Schwaben hatten das Spiel bereits nach einem erneut frühen Rückstand gedreht, als sie schließlich in der Nachspielzeit doch noch den folgenschweren 2:2-Ausgleichstreffer kassierten.

Trotzdem bewerte VfB-Coach Markus Weinzierl die Leistung seiner Schützlinge weitestgehend positiv und sah seine Elf gegenüber dem Gegner aus dem Breisgau "überlegen".

So hob Weinzierl den hohen Ballbesitzanteil (69 Prozent) des VfB heraus, doch gab auch zu, dass sich die Schwaben nicht als "Bombenmannschaft" präsentierten. Man habe die Freiburger nicht an die Wand gespielt, erklärte der gebürtige Bayer weiter.

Dies wäre auch die falsche Erwartung an die Brustringträger gewesen, die nach der Niederlage weiter in einer tiefen Krise stecken.

Doch wie die Fans auf einem Banner zeigten, scheinen diese bescheiden zu sein: "Wir erwarten Kampf", war auf diesem zu lesen.

Niedergeschlagenheit beim VfB: Im letzten Moment gegen den SC Freiburg (2:2) den Befreiungsschlag verpasst.
Niedergeschlagenheit beim VfB: Im letzten Moment gegen den SC Freiburg (2:2) den Befreiungsschlag verpasst.

Die Weinzierl-Elf zeigte seinen Anhängern auch einen Kampf, doch für drei Punkte reichte es schlussendlich trotzdem nicht.

Und dies ist kein Zufall. So geriet man wiederholt früh in der vierten Minute in Rückstand - wie in München (5.), gegen Mainz (22.) oder Schalke (10.) auch: Allesamt im ersten Viertel der Partie!

Die VfB-Defensive präsentierte sich in diesen Begegnungen oft vom Chaos regiert.

Sprich: völlig verunsichert und ohne Abstimmung. Daran konnte auch der genesene Weltmeister-Verteidiger Benjamin Pavard nichts ändern.

Hinzu kommt die Offensive, die trotz verbesserten Elementen, für die vor allem Winterneuzugang Alexander Esswein sorgte, immer noch zu harmlos ist.

Nach dem erneuten Rückschlag gegen den SC steht fest: VfB-Coach Weinzierl muss langsam Lösungen finden, denn die Zeit rennt davon. Viele Experten sind sich einig, dass man das Spiel gegen die Freiburger schon hätte gewinnen müssen, um im Abstiegskampf bestehen zu können.

Am nächsten Sonntag kommt jedenfalls mit dem Auswärtsspiel bei der Fortuna Düsseldorf die nächste Partie der Kategorie "Sieg ist Pflicht".

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