Der Oli Kahn des VfB Stuttgart: Schafft es Thomas Hitzlsperger als neuer Big-Boss?

Stuttgart - Mutige Entscheidung des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart! Der Aufsichtsrat hat Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger zum neuen Big-Boss beim schwäbischen Traditionsclub berufen. (TAG24 berichtete)

Thomas Hitzlsperger (l), neuer Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, spricht während einer Pressekonferenz. Neben ihm sitzt Bernd Gaiser, Aufsichtsratschef des VfB.
Thomas Hitzlsperger (l), neuer Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, spricht während einer Pressekonferenz. Neben ihm sitzt Bernd Gaiser, Aufsichtsratschef des VfB.  © dpa/Sebastian Gollnow

Ab dem 15. Oktober wird Hitzlsperger also nicht nur der Sportvorstand des VfB sein, sondern auch offiziell das Amt des Vorstandsvorsitzenden antreten.

Das ging aber ruckzuck!

Immerhin ersetzte er erst im Februar dieses Jahres Michael Reschke als Sportvorstand. Seit 2016 ist "Hitz", wie er liebevoll genannt wird, generell erst im Verein. Zunächst war er als Berater und Präsidiumsmitglied tätig, später als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.

"Ich habe mir das hart erarbeitet. Ich habe mir Mühe gegeben, mich angestrengt, um so weit zu kommen", kommentierte der 37-Jährige seinen steilen Aufstieg beim VfB Stuttgart.

Diskutiert wird nun aber vor allem, ob Hitzlsperger für seinen neuen Chefsessel ausreichend qualifiziert ist und es schafft, die Verantwortung für Sport, Strategie und Kommunikation zu tragen.

Auf dem Papier ist er es nicht.

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Grinst sich eins: VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.
Grinst sich eins: VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.

Er hat weder Erfahrungen in der Wirtschaft noch ein derartiges Studium, wie es beispielsweise sein baldiger Kollege beim FC Bayern, Oliver Kahn, vorzuweisen hat.

Darüber hat sich allerdings auch der Aufsichtsrat Gedanken gemacht, wie es dessen aktueller Chef Bernd Gaiser auf der Pressekonferenz am Dienstag erklärte.

Doch man war sich schnell einig: Hitz hat es drauf!

"Wenn man ihn über die letzten Jahre in seinen verschiedenen Funktionen gesehen hat", begann Gaiser zu schwärmen, dann kommt man zu dem Entschluss: Hitzlsperger hat "Personal- und Gestaltungsverantwortung" gezeigt, sowie deutliche Veränderungen beim VfB angestoßen.

Damit hat er die Verantwortlichen bei den Schwaben überzeugt.

Die mangelnde Erfahrung lässt sich "organisieren", so Aufsichtsratschef Gaiser weiter, denn Hitzlsperger habe die Haltung, den Taten- sowie Wissensdrang dafür.

"Es geht darum die richtige Richtung vorzugeben", gibt sich dagegen Hitzlsperger auf der Pressekonferenz selbstbewusst. Der 37-Jährige will sich immer selbst hinterfragen und vor allem noch viel dazulernen. Nachhilfestunden könnte ihm Bayerns künftiger Vorstandsvorsitzender geben.

"Ich freue mich auf Oliver Kahn, ich werde mit ihm sprechen", sagte Hitzlsperger mit einem breiten Grinsen.

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