VfB-Trainer Tim Walter hat keinen Bock über Holger Badstuber zu reden

Stuttgart - Ärgerlich! Am Sonntag verspielte Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart den perfekten Saisonstart. Nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung, hieß es am Ende nur 2:2 (0:0) beim Schwaben-Duell in Heidenheim (TAG24 berichtete).

Holger Badstuber bejubelt gegen Heidenheim seinen zwischenzeitlichen Treffer zum 2:0 (57.).
Holger Badstuber bejubelt gegen Heidenheim seinen zwischenzeitlichen Treffer zum 2:0 (57.).

Doch einer machte ein wirklich gutes Saisonspiel und ragte heraus: Ex-Bayern-Star Holger Badstuber (TAG24 berichtete).

Badstuber spielte bereits Champions League, war deutscher Nationalspieler, doch ständige Verletzungen bremsten seine Weltkarriere aus.

Deshalb muss er sich nun beim VfB in der Zweiten Liga beweisen.

Gegen Heidenheim ist er sogar nur aufgrund von Personalnot in die Startelf des VfB-Trainers Walter gerutscht, doch er rechtfertigte seine Nominierung prompt mit einem Treffer, 77 Prozent gewonnenen Zweikämpfen und einer fehlerlosen Passquote.

Diese Werte sollten den VfB-Coach eigentlich verzücken, doch dieser ist eher genervt und hat keine Lust über seinen Verteidiger zu sprechen: "Hört endlich auf mit der Personalie Badstuber. Er ist ein Spieler wie jeder andere auch", sagte er gegenüber dem "Kicker".

Beim Remis gegen den 1. FC Heidenheim: VfB-Trainer Tim Walter ärgert sich an der Seitenlinie.
Beim Remis gegen den 1. FC Heidenheim: VfB-Trainer Tim Walter ärgert sich an der Seitenlinie.  © dpa/Daniel Karmann

Auch auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Heidenheim-Partie reagierte der VfB-Trainer bereits angefressen auf die Nachfrage eines Journalisten.

Dieser wollte wissen, ob Badstuber der Gewinner des Unentschiedens gewesen sei.

"Nein. Warum wollt ihr wissen, wie Holger Badstuber spielt? Die Mannschaft hat heute 2:2 gespielt und sonst gar nichts. Fertig.", war die Antwort des 43-Jährigen.

Dass Badstuber eben ein VfB-Kicker ist, der in seiner Karriere schon einiges erlebt hat, und somit auch bei Fans in einem anderen Rampenlicht steht als ein junger Maxime Awoudja oder Luca Mack, lässt Walter nicht zählen:

"Ich weiß, dass er vielleicht einen schönen Namen hat. Für mich ist er aber ein Spieler wie jeder andere auch. Wenn er Leistung bringt, dann spielt er. Wenn er im Training Leistung bringt, spielt er. Ansonsten ist er auch mal draußen", zitiert ihn der "Kicker".

Doch auch Badstuber selbst ist vom Rummel um seine Person genervt. Denn in der Vergangenheit wurde er häufig kritisiert und nicht wie nach der Heidenheim-Partie mit Lob überschüttet. Er fühlt sich oft falsch dargestellt, da seine langwierigen Verletzungen immer wieder Thema sind.

"Ich bin seit einem Jahr nicht mehr verletzt. Das sind Dinge, die die Leute reindenken. Manche Dinge sind einfach verzerrt und nicht der Wahrheit entsprechend und das kann ich nicht verstehen", so Badstuber im SWR.

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