VfB Stuttgart in der Mini-Krise: Rotiert Trainer Tim Walter zu viel?

Stuttgart - Nach der zweiten Pleite in Folge steht Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart bereits etwas unter Druck.

Pascal Stenzel (l.n.r.) vom VfB Stuttgart, Janni Serra von Holstein Kiel, Roberto Massimo vom VfB Stuttgart, Salih Özcan von Holstein Kiel und der Stuttgarter Santiago Ascacibar in Aktion.
Pascal Stenzel (l.n.r.) vom VfB Stuttgart, Janni Serra von Holstein Kiel, Roberto Massimo vom VfB Stuttgart, Salih Özcan von Holstein Kiel und der Stuttgarter Santiago Ascacibar in Aktion.

So muss sich auch VfB-Coach Tim Walter hinterfragen, der direkt nach der Niederlage am Sonntag gegen Holstein Kiel noch etwas ratlos wirkte.

Wenn er wüsste, woran es liegt, dass der VfB kein Tor schießt, würde er es ändern, sagte der 43-Jährige auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Manche hinterfragten die Mannschaftsaufstellung, mit welcher Walter seinen Ex-Verein aus Kiel zu schlagen versuchte.

Dabei fielen besonders die satten sechs Änderungen zum vorherigen Spiel gegen Wehen Wiesbaden auf, wobei mit Daniel Didavi (Muskelbündelriss) und Borna Sosa (Gehirnerschütterung) zwei verletzungsbedingt waren.

Rotierte Tim Walter etwa zu viel? Dieser Meinung kann man durchaus sein, nicht nur auf das Kiel-Spiel bezogen. Besonders, wenn man einen Blick auf die Besetzung im Mittelfeld wirft.

Mit Santiago Ascacibar, Philipp Förster, Gonzalo Castro, Atakan Karazor, Daniel Didavi, Orel Mangala und Philipp Klement hat er dort bisher sechs Akteure eingesetzt, die bereits in sämtlichen Funktionen agierten.

VfB-Stuttgart-Trainer Tim Walter und seine Rotationsmaschine

Dirigiert seinen VfB gegen seinen Ex-Club Kiel von der Seitenlinie: TrainerTim Walter.
Dirigiert seinen VfB gegen seinen Ex-Club Kiel von der Seitenlinie: TrainerTim Walter.  © DPA/ Tom Weller

So war es zum Beispiel Karazor, den Walter früh als Schlüsselspieler ausmachte und der eigentlich auf der Sechserposition gesetzt schien.

Gegen Fürth (7. Spieltag) und gegen Kiel (10.) saß er allerdings nur auf der Bank. Gegen die Störche ersetzte ihn Ascacibar, im Duell mit Fürth war es dann der offensivere Mangala.

Dieser spielte aber auch schon auf der Zehn, sowie Walter Ascacibar meistens auf der Achterposition einsetzte.

Der VfB-Coach rotiert also gerne, das ist Fakt.

Für den Stuttgarter Sportdirektor Sven Mislintat ist dies aber keinesfalls etwas Negatives. Es sei eher ein Zeichen von vorhandener "Flexibilität" und "Variabilität", wie er klarstellte.

Gleiches gilt nach Mislintat für das System: "Wir haben heute (gegen Kiel, Anm. d. Red.) 3:4:3 gespielt, aber auch schon 4:4:2 oder 4:3:2:1-Tannenbaum."

Wichtiger ist ihm die Spielweise: "Wir wollen aktiv spielen. Das bedeutet, eine Dominanz ausstrahlen und offensiv denken."

Dies passe zur Favoritenrolle des VfB Stuttgart, erklärte Mislintat.

Warum der VfB immer wieder mit unterschiedlichem Personal auftritt, beantwortete Trainer Walter in der laufenden Saison übrigens schon häufiger: Wer am besten trainiert, der spielt! Dies wird er auch gegen den HSV am Samstag (13 Uhr) wieder so handhaben.

Und von dieser Philosophie wird Walter vermutlich auch nicht mehr abweichen.

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