Darum hat Trainer Tim Walter den VfB Stuttgart verstanden

Stuttgart - Seit dem gewonnenen Top-Spiel am vergangenen Spieltag gegen Arminia Bielefeld steht der VfB Stuttgart mit satten drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga.

Nicolás González von Stuttgart (M) umarmt nach dem Sieg mit 2:3 gegen Regensburg seinen Teamkollegen Marc-Oliver Kempf. Dahinter beobachtet VfB-Coach Tim Walter das Geschehen mit voller Zufriedenheit.
Nicolás González von Stuttgart (M) umarmt nach dem Sieg mit 2:3 gegen Regensburg seinen Teamkollegen Marc-Oliver Kempf. Dahinter beobachtet VfB-Coach Tim Walter das Geschehen mit voller Zufriedenheit.  © dpa/Armin Weigel

Erst dann kommt der Hamburger SV (2.), der in Regensburg zwei schmerzliche Punkte liegen ließ.

Diese Momentaufnahme gefällt natürlich einem besonders: "Es ist gut, dass wir erster sind", lächelte VfB-Trainer Tim Walter auf der Pressekonferenz den Journalisten entgegen.

Der Coach ist zufrieden mit seinen Schützlingen.

Kein Wunder, immerhin haben die VfB-Kicker besonders beim Last-Minute-Sieg in Bielefeld eine große Leistungssteigerung gezeigt.

Vor allem in der ersten halben Stunden spielten die Schwaben die Ostwestfalen an die Wand.

"Ich bin überrascht, aber habe es auch erwartet", bewertete er generell die Leistungssteigerung und die schnelle Umsetzung seines Systems.

Zu Beginn der Saison wurde häufiger gezweifelt, wie schnell die Stuttgarter Kicker den als kompliziert geltenden "Walterball" verstehen werden.

"Die Jungs machen es echt gut. Ich bin total zufrieden. Aber es ist immer noch ein Prozess", lobte Walter seine Schützlinge.

"Wir sind der VfB Stuttgart", sagt der ehrgeizige Trainer Tim Walter

Stuttgarts Cheftrainer Tim Walter jubelt beim Schlusspfiff über den 2:1 Sieg gegen VfL Bochum.
Stuttgarts Cheftrainer Tim Walter jubelt beim Schlusspfiff über den 2:1 Sieg gegen VfL Bochum.  © DPA/ Thomas Kienzle

Besonders ein Detail stellte der VfB-Coach heraus: die Einsatzbereitschaft!

"Da sind sie zu jeglichen Schandtaten bereit", witzelte Walter.

Damit dürfte er vor allem den Willen meinen, den seine Mannschaft in Bielefeld zeigte.

Stuttgart gab bis zum Schluss alles und belohnte sich spät: erst in der 91. Minute gelang Stürmer Hamadi Al Ghaddioui der Siegtreffer und sorgte für Jubel bei den Schwaben.

Doch mit der Tabellenführung verfestigt sich natürlich auch das Selbstverständnis des VfB, die beste Mannschaft der 2. Liga zu sein.

Aber Coach Walter ist gerne Favorit: "Wir sind der VfB Stuttgart, wir brauchen unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Wir haben etwas vorzuweisen und genau da wollen wir wieder hin.

Wir wollen wieder strahlen, dass wir nach Außen zeigen, was der Verein bedeutet", so der ehrgeizige 43-Jährige.

Es kristallisiert sich immer mehr heraus: Walter hat den VfB Stuttgart verstanden. Unermüdlich wiederholt er, dass er in jedem Spiel Favorit sein will und jede Partie gewinnen möchte.

Das haben sie in Stuttgart vermisst, weshalb Walter beim Stuttgarter Anhang besonders gut ankommt.

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