"Verrückt" muss er sein: VfB-Trainer Tim Walter braucht einen speziellen Torwart

Stuttgart - Es ist eine weit verbreitete Annahme, dass Fußball-Torhüter immer etwas anders ticken als ihre Kollegen auf dem Feld.

Gab bekannt Dynamo Dresden im Sommer zu verlassen: Keeper Markus Schubert.
Gab bekannt Dynamo Dresden im Sommer zu verlassen: Keeper Markus Schubert.

Eben wie der deutsche Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn, der sich diesen Ruf durch eine Beißattacke und einem Kung-Fu-Tritt wahrlich verdiente.

Auch VfB-Trainer Tim Walter griff dieses Klischee auf, als er die Anforderungen an seinen Torhüter beschrieb: "Mutig, teilweise verrückt" muss er sein, erklärte der Stuttgarter Coach.

Außerdem dürfe er "keine Angst vor Risiko" haben. "Ist auch gut, wenn er Bälle hält", fügte Walter witzelnd hinzu.

So wird schnell klar: Walter geht es nicht um einen charakterlich "verrückten" Torwart, wie es Oliver Kahn war. Sondern er will eine Nummer eins mit außergewöhnlichen spielerischen Fähigkeiten.

Denn der Keeper ist der Ausgangspunkt seines offensiven Stils, den er den VfB-Kickern injizieren möchte.

Er soll als erstes Glied eines kreativen Spielaufbaus fungieren.

VfB-Trainer Tim Walter beim Trainingsauftakt.
VfB-Trainer Tim Walter beim Trainingsauftakt.  © DPA

Wie bedeutend die Position im System Walter ist, unterstreicht außerdem die Entlassung des Torwarttrainers Marco Langner.

Seit 2015 war dieser bei den Stuttgartern unter Vertrag, doch zwischen ihm und Walter passte es nicht.

So scheiterte die künftige Zusammenarbeit offenbar an den speziellen Erwartungen des VfB-Trainers an seinen Keeper, die sich nicht mit denen von Langner deckten.

Nicht unwahrscheinlich ist nun, dass der neue Torwarttrainer bereits mit Walter zusammenarbeite.

Bei Holstein Kiel war es übrigens Patrik Borger, der somit auch ins Blickfeld des VfB gerückt sein dürfte.

Unklar ist allerdings weiterhin, wer bei den Schwaben in der kommenden Spielzeit zwischen den Pfosten stehen wird und den hohen Anforderungen des Stuttgarter Coaches Walter gerecht werden muss.

Am Freitag stellte der VfB zwar Keeper Fabian Bredlow vom 1. FC Nürnberg vor. Doch es gilt als unwahrscheinlich, dass die Stuttgarter mit ihm als Nummer eins ins Rennen gehen.

Nach dem Abgang von Ex-VfB-Keeper Ron-Robert Zieler zu Hannover 96, sind der Hoffenheimer Gregor Kobel, Dresdens Markus Schubert und Marvin Schwäbe von Bröndby IF die heißen Kandidaten.

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