Ganz, ganz bitter! U19 vom VfB verzockt Führung und verpasst Deutsche Meisterschaft

Großaspach - Ganz bitter für die jungen Wilden des VfB Stuttgart! Die U19 der Schwaben verlor mit 3:5 (3:1) gegen Borussia Dortmund das Finale der Deutschen U19-Meisterschaft und holte damit nach dem DFB-Pokalsieg (2:1 gegen RB Leipzig) nicht als erste Mannschaft in der Jugendfußball-Geschichte das Double.

Übernahm die U19-Mannschaft des VfB Stuttgart von Nico Willig: Trainer Daniel Teufel.
Übernahm die U19-Mannschaft des VfB Stuttgart von Nico Willig: Trainer Daniel Teufel.  © DPA

Der Dortmunder Ramzi Ferjani brachte den VfB Stuttgart mit einem Eigentor in Führung (1.). Wenig später war es Stuttgarts Luca Mack, der ebenfalls mit einem Eigentor den BVB-Ausgleich besorgte (7.). Luca Mack brachte den VfB wieder in Führung (15.), Lilian Egloff erhöhte wenig später auf 3:1 (25.).

In der zweiten Halbzeit traf Immanuel Pherai zum 3:2-Anschluss aus Dortmunder Sicht (57.). Dann glich Paul-Philipp Besong zuerst aus und erzielte wenig später die 4:3-Führung für den BVB (80.). Enrique Peña Zauner traf zum 5:3-Endstand. (90. + 4)

Stuttgarts U19-Trainer Daniel Teufel, der die Mannschaft von Nico Willig Ende April übernahm (Willig wurde als Interimscoach der Profi-Bundesligamannschaft installiert), schickte dieselbe Startformation ins Rennen, die auch beim 2:1-Finalsieg im DFB-Pokal der Junioren gegen RB Leipzig am 24. Mai den ersten Titel der Saison gewann.

Und die VfB-Jungs legten einen absoluten Traumstart hin! Nach gerade einmal 53 Sekunden brachte Lockl für den VfB einen Eckball in den Dortmunder Sechzehner, wo Ramzi Ferjani vom BVB den Ball unglücklich an seine linke Hüfte bekam und ins eigene Tor lenkte - 1:0 für Stuttgart.

Doch die Freude währte nur kurz! Borussia Dortmund konnte in der 7. Minute ausgleichen und wieder wurde es kurios. Immanuel Pherai dribbelte sich von links in den Stuttgarter Strafraum und brachte den Ball herein. Stuttgarts Luca Mack fälschte den Ball in den eigenen Kasten ab - 1:1.

Ausgleich bringt VfB nicht aus dem Konzept

Die U19 des VfB gewann am 24. Mai 2019 den DFB-Pokal der Junioren nach einem 2:1-Sieg im Finale gegen RB Leipzig.
Die U19 des VfB gewann am 24. Mai 2019 den DFB-Pokal der Junioren nach einem 2:1-Sieg im Finale gegen RB Leipzig.  © DPA

Beeindruckend war in der Folge aber die Reaktion des VfB.

Die Schwaben ließen sich von dem zwischenzeitlichen Dämpfer überhaupt nicht aus dem Konzept bringen.

Stattdessen durften die weiß-rot gekleideten Fans in der Mechatronik Arena schon wieder jubeln! Nick Bätzner spielte in der 15. Minute einen punktgenauen Ball in den Lauf von Leon Dajaku, der zum 2:1 einnetzte.

Es war ein enormes Tempo in der Partie und das bei 30 Grad und Sonnenschein. Folgerichtig wurde von den Schiedsrichtern in der 24. Minute zur ersten kurzen Trinkpause gebeten. Und was auch immer in den VfB-Getränken drin war, es wirkte.

Nach einem langen Ball aus dem eigenen Strafraum stibitzte der erst 16-jährige Lilian Egloff in der 25. Minute den Ball im Laufduell von Ferjani, lief allein auf das BVB-Tor zu und schob zum 3:1 ein.

Bis zum Halbzeitpfiff war Stuttgart die klar bessere Mannschaft und kam immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen, es blieb jedoch beim 3:1.

Stuttgart nur noch in Unterzahl

Der VfB verpasst gegen Borussia Dortmund am Sonntag den Titelgewinn im Finale der U19-Bundesliga. (Archivbild)
Der VfB verpasst gegen Borussia Dortmund am Sonntag den Titelgewinn im Finale der U19-Bundesliga. (Archivbild)  © DPA

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kippte jedoch das Momentum.

Nachdem der VfB gut aus der Kabine kam, folgte der Schock in der 52. Minute. Da Per Lockl die Murmel im Spielaufbau kurz vor dem eigenen Sechzehner verlor, foulte Stuttgarts Kapitän Mack den BVB-Spieler Pherai als letzter Mann - Notbremse und Rote Karte! Der VfB war nur noch zu zehnt.

Fünf Minuten später dann der nächste Nackenschlag: Dortmunds Patrick Osterhage spielte Pherai an der Strafraumkante an, woraufhin dieser in die Mitte zog und an VfB-Torhüter Sebastian Hornung den 3:2-Anschlusstreffer erzielte.

Die Schwarz-Gelben hatten dann deutliches Oberwasser, die Schwaben kamen kaum zu Entlastungsangriffen. In der 77. Minute dann der erneute Ausgleich des BVB: Der eingewechselte Paul-Philipp Besong köpfte nach einer Ecke ein, 3:3.

Stuttgart schwankte und hatte den Ausgleich noch gar nicht richtig verkraftet, da kam es knüppelhart. Besong schloss aus 18 Metern wuchtig ab, der Ball passt genau. 4:3 für Dortmund, das Spiel war gedreht. Enrique Peña Zauner traf in der Nachspielzeit dann noch zum 5:3.

Somit belohnte sich der VfB nicht für eine bärenstarke erste Halbzeit und verpasste den Titelgewinn in der U19-Bundesliga.

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0