VfB Stuttgart nach der Blamage gegen Osnabrück: "Manche denken, es geht von alleine"

Stuttgart - Was eine Blamage! Nach der 0:1-Pleite des VfB Stuttgart beim Aufsteiger VfL Osnabrück suchten die Schwaben nach Erklärungen für den erneuten Rückschlag.

Osnabrücks Spieler Lukas Gugganig (l-r), Felix Agu, Ulrich Taffertshofer und Etienne Amenyido bejubeln das Tor zum 1:0.
Osnabrücks Spieler Lukas Gugganig (l-r), Felix Agu, Ulrich Taffertshofer und Etienne Amenyido bejubeln das Tor zum 1:0.  © dpa/Guido Kirchner

Und einer der Gründe war schnell gefunden: Die mangelnde Chancenverwertung!

"Wir haben im Moment, was das angeht, die Seuche am Fuß. Da müssen wir raus, da müssen wir uns von frei schießen. Das ist die Erklärung des Spiels: Dass wir unsere Torchancen nicht nutzen", erklärte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat im Anschluss an die Partie.

Ab der 60. Minute spielte der VfB mit Power-Play auf das Osnabrücker Tor, doch scheiterte mehrfach kläglich.

"Dass wir sie nicht nutzen, ist womöglich eher ein Kopf- und kein Qualitätsproblem. Dennoch bleibt uns nichts anderes übrig, als daran zu arbeiten, noch mehr und noch klarere Torchancen herauszuspielen", kommentierte VfB-Kicker Philipp Klement das Stuttgarter Manko.

Doch generell wirkten die Schwaben etwas ratlos.

Hat der VfB Stuttgart ein Mentalitätsproblem?

Stuttgarts Gonzalo Castro (l) steht bei der Ballannahme gegen Osnabrücks Etienne Amenyido in der Luft.
Stuttgarts Gonzalo Castro (l) steht bei der Ballannahme gegen Osnabrücks Etienne Amenyido in der Luft.

"Man darf auch nicht immer nur den vergebenen Torchancen die Schuld geben. Das ist sicher ein Teil. Aber wir müssen noch mehr Gas geben, mit noch mehr Überzeugung kommen", sagte der Stuttgarter Schlussmann Gregor Kobel.

Also eine Sache der Mentalität?

"Wir haben von Anfang an das Spiel nicht angenommen, wie ich es versucht habe, den Jungs beizubringen. Dass es ein enges Stadion ist, dass es viele Emotionen gibt", sprach VfB-Coach Tim Walter auf der Pressekonferenz Klartext und ließ seinem Ärger freien Lauf: "Dann denken noch manche, das geht von alleine", kritisierte er seine Schützlinge.

Dies klang tatsächlich etwas danach, als würde Walter einem Teil seiner Mannschaft die Mentalität absprechen.

Zumindest haben die Schwaben aber Probleme damit, konstant zu überzeugen und vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen sprechen für sich. Der VfB wird seiner Rolle als Aufstiegsfavorit aktuell nicht gerecht.

Dass sie es können, zeigten sie zwar beim Pokalerfolg in Hamburg oder beim Heimsieg über Dynamo Dresden, allerdings hatten sie auch bei ihren Siegen häufig Schwierigkeiten ein hohes spielerisches Niveau über 90 Minuten abzurufen.

Viel zu tun also für Trainer Walter in der Länderspielpause, denn danach wird es richtig ernst.

Der Karlsruher SC gastiert schließlich zum Derby im ehemalige Neckarstadion.

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