Wie ein Boxer vor dem Knockout: Weinzierl steht beim VfB vor dem Aus

Stuttgart - Nach der Pleite des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart bei Fortuna Düsseldorf (TAG24 berichtete) herrscht Ratlosigkeit bei den Schwaben, vor allem bei Coach Markus Weinzierl.

1:0 für die Fortuna: Der gebürtige Stuttgarter Kenan Karaman überwindet VfB-Keeper Ron-Robert Zieler.
1:0 für die Fortuna: Der gebürtige Stuttgarter Kenan Karaman überwindet VfB-Keeper Ron-Robert Zieler.

"Ich weiß es, weil ich nichts anderes weiß", rang Weinzierl im Anschluss an die brutale Niederlage mit Worten.

Es war die Antwort auf die Frage, ob er denn wüsste, wie es um seine Zukunft als VfB-Trainer stehe.

Weinzierl wirkte in diesem Sky-Interview wie ein angeschlagener Boxer kurz vor dem Knockout, was aufgrund seiner miesen Bilanz kein Wunder ist: Seit seinem Amtsantritt im Oktober hagelte es in 14 Spielen satte neun Niederlagen.

Auch die Pleite bei Düsseldorf zeigte erneut: Eine spielerische Entwicklung ist beim VfB unter Weinzierl ausgeblieben.

Die Fortunen kauften dem VfB von Beginn an den Schneid ab und dominierten die Stuttgarter über 90 Minuten.

Die Düsseldorfer, vor der Saison noch als Abstiegskandidat "Nummer Eins "gehandelt, zeigte dem VfB schlussendlich auf, wie man im Abstiegskampf bestehen kann - eben mit Kampf.

Beim VfB vor dem Aus: Coach Markus Weinzierl stand in Düsseldorf noch an der Seitenlinie.
Beim VfB vor dem Aus: Coach Markus Weinzierl stand in Düsseldorf noch an der Seitenlinie.  © DPA

Aber nicht nur: Fortunas Coach Friedhelm Funkel hatte seiner Elf einen klaren Plan mit auf dem Weg gegeben, den seine Mannschaft konsequent umsetzte.

Sie pressten den VfB in Grund und Boden und ließen den Schwaben besonders in der ersten Hälfte kaum Luft zum Atmen.

Was Funkel gelang, daran scheiterte Weinzierl: Sein VfB wirkte oft ratlos im Spiel und die Mannschaft zieht selten an einem Strang.

Weil der Erfolg bei den Stuttgartern ausbleibt, wird nun über die Zukunft des VfB-Trainers diskutiert. Als mögliche Nachfolger werden Ex-VfB-Caoch Felix Magath (2001-2004) und Markus Gisdol gehandelt, der die Stuttgarter U17 bereits trainierte (2005-2007). (TAG24 berichtete)

Eine Rückkehr Magaths erscheint eher unwahrscheinlich, da der Ex-Wolfsburger schon zu lange aus dem Bundesliga-Geschäft raus ist. Nach einem siebenmonatigem Missverständnis beim Premier-League-Club FC Fulham (2014), trainierte er anschließend anderthalb Jahre einen chinesischen Erstligisten (2016-2017).

Die Lösung mit Gisdol scheint dagegen schon logischer: Vergangene Saison war der gebürtige Schwabe noch Coach beim Hamburger SV.

Außerdem äußerte sich Gisdol am Sonntag vielsagend zu den VfB-Gerüchten in der Sport1"-Fußballtalkshow "Doppelpass". Auf Nachfrage von Moderator Thomas Helmer, entgegnete Gisdol grinsend: "Manche von deinen Fragen muss man wegatmen."

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