Nach Dietrich-Rücktritt: Haben VfB-Fans schon den nächsten auf dem Kieker?

Stuttgart - Nach monatelangen "Dietrich raus!"-Rufen im Netz und auch bei der Mitgliederversammlung am gestrigen Sonntag ist Wolfgang Dietrich (70) nun zurück getreten. Im Netz machte sich daraufhin Freude breit.

Sorgte am Montag für einen Paukenschlag: Wolfgang Dietrich.
Sorgte am Montag für einen Paukenschlag: Wolfgang Dietrich.  © DPA

Das Verhältnis zwischen dem 70-Jährigen und den Fans des VfB Stuttgart war schon lange sehr belastet. Auf Twitter herrschte derweil offenkundig Erleichterung über den Abgang.

"Na endlich! Bester Tag für den VfB seit langem!!!", schrieb einer. Ein anderer twitterte: "Er ist endlich weg." Garniert mit Herzchen-Augen-Emojis. Ein Dritter jubelte schlicht: "Jaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!"

Andere User gingen mehr inhaltlich auf das von Dietrich Geschriebene ein.

Denn der 70-Jährige teilte in seiner auf Facebook veröffentlichten Erklärung ordentlich aus: "Ich lasse mir meine Würde und Ehre nicht von denjenigen nehmen, die ihre Macht lautstark und mit verbaler Gewalt demonstrieren. Ebenso wenig wie von denen, die sich schon seit langem an den gut gefüllten Töpfen unseres Vereins bedienen wollen."

Auch der VfB bekam sein Fett weg: "Auch kann und möchte ich nicht mehr einer Organisation vorstehen, die weder willens ist, sich mit mir gemeinsam diesen Interessen entgegenzustellen, noch in der Lage, den einwandfrei funktionierenden Ablauf einer Mitgliederversammlung zu gewährleisten."

Ein User resümiert: "Die Abschiedsworte von Dietrich kurz zusammengefasst: Die anderen sind schuld." Ein anderer zeigt sich wütend: "Dass er selbst jetzt noch gegen die Fans und sogar den eigenen Verein (AG) nach tritt, lässt echt verdammt tief blicken. Die Opferrolle ist ihm einfach auf den Leib geschneidert." Ähnliche Kurznachrichten waren wiederholt zu lesen.

Nach Dietrich nun Porth?

Ist Vorstandsmitglied Wilfried Porth nun der Nächste auf der Abschussliste der Fans?
Ist Vorstandsmitglied Wilfried Porth nun der Nächste auf der Abschussliste der Fans?  © DPA

Im Gegensatz dazu war der Ton auf Facebook stellenweise deutlich milder, das Verhältnis von Gegnern und Befürwortern wesentlich ausgeglichener.

Zwar gab es auch dort offene Ablehnung Dietrichs ("Auf nimmer Wiedersehen!!!"), aber auch zahlreiche User, die sich bei dem Ex-Präsidenten bedankten und ihm sowie seiner Familie für die Zukunft alles Gute wünschten.

Derweil könnte sich nach dem Hashtag #dietrichraus übrigens der nächste fest auf Twitter etablieren: #porthraus.

Gemeint ist Wilfried Porth (60), Vorstandsmitglied der Daimler AG und Aufsichtsratsmitglied der VfB Stuttgart 1893 AG.

Der 60-Jährige wollte vor der Mitgliederversammlung die Beschäftigten des Autobauers gegen eine drohende Abwahl Dietrichs mobilisieren.

"Danach beginnen wir mit #porthraus. Danach überlegen wir weiter", tweete ein Nutzer am Montag. "Herr Porth, wollen Sie nicht folgen?", fragte ein anderer. Ein weiterer appellierte an den Daimler-Mann mit Blick auf den Abgang Dietrichs: "Herr Porth... noch ist es nicht zu spät, den selben Weg einzuschlagen... nur Mut."

Ob nun #porthraus das neue #dietrichraus wird? Das bleibt abzuwarten...

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