Ex-VfB-Präsident Wolfgang Dietrich bricht sein Schweigen

Stuttgart - Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger wurde am vergangenen Dienstag beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart zum Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Grinst sich eins: VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.
Grinst sich eins: VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.

Wie TAG24 bereits berichtete, handelt es sich dabei um eine mutige Entscheidung des schwäbischen Aufsichtsrats.

Denn der 37-Jährige hat weder großartige Erfahrung in Sachen Wirtschaft, noch ein derartiges Studium vorzuweisen. Ein Altbekannter scheint es Hitz trotzdem zuzutrauen.

Ausgerechnet Ex-VfB-Präsident Wolfgang Dietrich!

"Er weiß sehr wohl, dass er sich noch viele Dinge aneignen muss. Wir kennen alle seinen Ehrgeiz und seine Wissbegierde. Er bringt auf der anderen Seite auch Vieles mit was dem VfB gut tut. Ich gratuliere ihm zum neuen Amt und ich wünsche ihm und dem VfB, dass es eine für alle Seiten eine gute Entscheidung war", sagte der 71-Jährige im Gespräch mit der "Bild".

Dietrich war im Juli nach der peinlichen W-Lan-Panne auf der Stuttgarter Mitgliederversammlung als Präsident des VfB zurückgetreten.

VfB-Verantwortliche fragten Ex-Präsident Dietrich nach seinem Rücktritt noch nach seiner Meinung

Trat im Juli 2019 nach der peinlichen W-Lan-Panne auf der Stuttgarter Mitgliederversammlung als VfB-Präsident zurück: Wolfgang Dietrich.
Trat im Juli 2019 nach der peinlichen W-Lan-Panne auf der Stuttgarter Mitgliederversammlung als VfB-Präsident zurück: Wolfgang Dietrich.  © dpa/Marijan Murat

Seitdem schwieg der ehemalige Sprecher von Stuttgart 21.

"Ich habe mich ganz bewusst zurückgehalten. Ich wusste, dass die Gremien intensiv damit beschäftigt waren beziehungsweise sind, die Ämter des Vorstandsvorsitzenden und des Präsidenten zu besetzen. Ich wollte vor einer Entscheidung keine Unruhe schaffen, die war in der Sache schon genug da", begründete Dietrich seine Zurückhaltung.

Vor allem ein brisantes Detail verriet Dietrich allerdings nun gegenüber der "Bild".

Denn beim VfB wollte man offenbar wissen, was er zu der Besetzung des Vorstandsvorsitzes und des Präsidentenamtes zu sagen hat.

"Es haben einzelne Verantwortliche des VfB nach meiner Meinung gefragt. Ich habe mich dazu jedoch nicht geäußert. Ich habe mich seit meinem Rücktritt komplett rausgehalten“, so Dietrich.

Doch im Nachhinein findet der 71-Jährige zumindest die Entscheidung pro Hitzlsperger als neuen Vorstandsvorsitzenden richtig gut: "Thomas Hitzlsperger die absolut beste Lösung. Dass ich viel von ihm halte und ihn in meiner Zeit als Präsident gefördert habe, ist ja hinreichend bekannt."

Nachdem Ex-Präsident Dietrich im Februar seinen damaligen VfB-Sportvorstand Michael Reschke entlassen hatte, beförderte er Hitzlsperger in dessen Amt.

Nun ist Dietrich zwar nicht mehr beim VfB, doch Hitzlsperger dafür umso erfolgreicher!

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