VfB-Coach Weinzierl will mit Offensive ängstliche Korkut-Defensive ablösen

Stuttgart - Beim VfB geht es schnell die Tage: Am Sonntag musste Tayfun Korkut erst seinen Trainerhut nehmen (TAG24 berichtete), während am Dienstagmittag bereits die Nachricht durchsickerte, dass Markus Weinzierl (43) der neue Coach der Schwaben wird. (TAG24 berichtete)

Der neue VfB-Coach bei seinem ersten Training: Markus Weinzierl (43).
Der neue VfB-Coach bei seinem ersten Training: Markus Weinzierl (43).  © DPA

In ihm liegen jetzt alle Hoffnungen des VfB Stuttgart, dass er mit dem aktuellen Tabellenschlusslicht die Wende schafft.

Diesen Druck merkte man ihm auf der Pressekonferenz bei seiner Vorstellung noch nicht an. Ruhig, besonnen und motiviert trat er den Journalisten gegenüber - er will sich für den VfB "zerreißen" gibt er zu Protokoll.

Doch, was will Weinzierl verändern?

Vieles, macht es den Eindruck. Der ehemalige Schalke und Augsburg-Trainer präsentierte sich auffällig konträr zu Ex-Coach Tayfun Korkut. So spricht er von "erfrischendem Offensivfußball" und von Mut, den er von seiner neuen Mannschaft sehen will.

Also das komplette Gegenteil zur ängstlichen Defensiv-Taktik Korkuts, der in seinem letzten Spiel beim damaligen Tabellenletzten Hannover 96 sogar noch von Vierer- auf eine defensivere Fünferkette umstellte.

Sportvorstand Michael Reschke (l.) stellt auf der Pressekonferenz seinen neuen Chef-Coach Markus Weinzierl (r.) vor.
Sportvorstand Michael Reschke (l.) stellt auf der Pressekonferenz seinen neuen Chef-Coach Markus Weinzierl (r.) vor.  © DPA

Außerdem sieht Markus Weinzierl in VfB-Star Mario Gomez den Dreh- und Angelpunkt des VfB-Spiels. Dieser müsse bedient werden, sonst kann er nicht treffen, stellt Weinzierl fest. Dabei ist es egal, ob mit flachem Kombinationsspiel oder über Flanken, so der 43-jähriger Bayer.

Wie die genaue taktische Formation aussehen wird, muss man nun abwarten. Für Weinzierl steht im Fokus, die Mannschaft kennenzulernen und das Potenzial aus ihr herauszukitzeln.

Außerdem muss er die Mannschaft weiterentwickeln, denn daran ist Ex-Coach Korkut gescheitert.

Es ist ein bisschen Hoffnung im VfB-Umfeld zu spüren und Weinzierl hat durch die Länderspielpause zehn Tage Zeit um mit der Mannschaft zu arbeiten. Dann kommt allerdings Tabellenführer Borussia Dortmund an den Neckar.

Doch für Weinzierl gar kein Problem, so merkt er an: "Man kann auch als Tabellenletzter, den Tabellenersten schlagen."


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