Mutter (25) muss ihr neun Tage altes Baby verkaufen: Der Grund ist traurig

Omsk (Russland) - Es ist traurig und tragisch zugleich: Die Russin Inna Petrova wusste sich aus ihrer Armut nicht weiter zu helfen, als ihre erst neun Tage alte Tochter zu verkaufen: Und zwar für unglaubliche 38 Euro!

Eine Überwachungskamera filmt die traurigen Szenen, die sich im Flughafen Omsk abspielen.
Eine Überwachungskamera filmt die traurigen Szenen, die sich im Flughafen Omsk abspielen.  ©  Screenshot/YouTube/M. Hüseyin Bağçeci

Ein von der Polizei veröffentlichtes Überwachungsvideo zeigt die herzzerreißenden Szenen, wie Inna Petrova schweren Herzens ihr Neugeborenes an eine unbekannte Frau übergibt.

Aufgeregt wartet sie am Flughafen im russischen Omsk auf eine Frau namens Natalia Zhdanova (43) , die ihre neun Tage alte Tochter für sage und schreibe 3000 Rubel (umgerechnet 38 Euro) gekauft hat.

Zwei Frauen kommen auf die 25-Jährige und ihr Baby, das in eine pinke Decke gewickelt ist, zu. Ein letztes Mal küsst sie ihr Kind, dann gibt sie es in die Hände der Frau und kehrt ihr traurig den Rücken zu.

Wie "Daily Mail" berichtet, hatte Zhdanova eine gefälschte Geburtsurkunde dabei, um mit dem Neugeborenen nach Amerika zu fliegen.

Doch wie kam es zu dieser schrecklichen Tragödie? Als Petrova von ihrer plötzlichen Schwangerschaft erfuhr, wusste sie gleich, dass sie ihre Tochter niemals ernähren könnte. Als arbeitslose Malerin, die mit ihrer Mutter und Schwester in einer engen Wohnung lebte, konnte sie sich gerade so selbst über Wasser halten.

Eine Abtreibung kam für die 25-Jährige nicht in Frage, also kam ihr die Idee, das Kind einer anderen Mutter zu geben. Zhdanova war die erste, die auf das Angebot reagierte. Im Voraus überwies sie Petrova die 3000 Rubel und die beiden verabredeten sich für die "Übergabe" des Babys am Flughafen.

Da die Szenen jedoch von einer Überwachungskamera aufgezeichnet wurden, bekamen Beamte schnell Wind von der illegalen Sache. Die Ermittler leiteten eine strafrechtliche Untersuchung nach dem russischen Kinderhandelsgesetz ein.

Den beiden Frauen drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Titelfoto: Screenshot/YouTube/M. Hüseyin Bağçeci


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