Video von Quaden (9) ging um die Welt: Irre was die Familie nun mit den Spenden vorhat!

Brisbane - Quaden Bayles, aus dem australischen Brisbane, geriet vor wenigen Tagen in die Schlagzeilen, nachdem seine Mutter ein Video von ihm ins Internet stellte, indem der gerade einmal Neunjährige mit suizidialen Gedanken spielt, weil er in der Schule gemobbt wird (TAG24 berichtete). Daraufhin sammelte US-Komiker Brad Williams Spenden, um den Jungen nach Disneyland einzuladen - doch nun nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung!

Das Spendenkonto für Quaden. Was für eine unheimliche Summe!
Das Spendenkonto für Quaden. Was für eine unheimliche Summe!  © Screenshot/GoFundMe

So sollten mithilfe einer GoFundMe-Seite 10.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 9.000 Euro) gesammelt werden, um Quaden den Transfer und den Aufenthalt im Disneyland zu ermöglichen. Ziemlich schnell war klar: bei den 10.000 Dollar wird es wohl kaum bleiben.

Mittlerweile haben sich umgerechnet knapp 433.000 Euro angehäuft - was für ein Wahnsinn!

Nun melden sich die Angehörigen des an Mikrosomie (auch unter der Bezeichnung Kleinwüchsigkeit bekannt) leidenden Jungen und sind überwältigt von dem Zuspruch, den Quaden in den letzten Tagen erhalten hat.

Nach reiflicher Überlegung möchte die Familie nun das gespendete Geld jedoch nicht für eine Reise nach Disneyland ausgeben, sondern an Wohltätigkeitsorganisationen spenden!

Man sei zwar vom guten Willen berührt, jedoch möchte man, "dass das Geld an gemeinnützige Organisationen geht, die es wirklich brauchen", so die Mutter des Jungen gegenüber dem "Mirror".

Nichts Disneyland: Familie Bayles möchte anderen Menschen helfen!

Die Unterstützung für Quaden ist nach wie vor ungebrochen.
Die Unterstützung für Quaden ist nach wie vor ungebrochen.  © Screenshot/Facebook Yarraka Bayles

In einem TV-Interview sagte Quadens Tante Mundanara Bayles bei NITV News: "Welches Kind würde nicht nach Disneyland fahren wollen, vor allem, wenn man das erlebt, was Quaden täglich durchlebt. An einen Ort zu fliehen, der Spaß macht und ihn nicht an seine täglichen Herausforderungen erinnert."

Doch ihre Schwester möchte den Sinn des Videos nicht aus dem Auge verlieren. Sie möchte die Gesellschaft wachrütteln. "Sie sagte: 'Weißt du was, lass uns zum eigentlichen Thema zurückkehren'. Er wurde schikaniert. Wie viele Selbstmorde in unserer Gesellschaft haben sich aufgrund von Mobbing ereignet?!"

Zwar würde man gerne mit dem Jungen nach Disneyland fahren, jedoch verspürt die Familie eine Verantwortung - insbesondere jetzt, wo endlich einmal mediales Interesse auf das Thema gerichtet ist.

So hat man sich zwei Organisationen herausgesucht, die das Geld gut gebrauchen könnten, um Menschen und insbesondere Kindern wie Quaden helfen zu können: Die "Dwarfism Awareness Australia" und "Balunu Healing Foundation".

Bleibt nur zu hoffen, dass Quaden das Ganze auch so sieht. Und wenn ja: Chapeau, großer Mann!


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