Durch die "Hintertür": Jetzt kommt doch mehr Videoüberwachung in Berlin

Auch am Kottbusser Tor sollen mobile Videowagen eingesetzt werden.
Auch am Kottbusser Tor sollen mobile Videowagen eingesetzt werden.  © DPA

Berlin – Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und die Polizei wollen die Videoüberwachung in der Hauptstadt stückweise ausbauen. An fünf Orten mit viel Kriminalität setzt die Polizei ab dem Spätherbst regelmäßig mobile Videowagen ein.

Das sind Videokameras, die auf ausfahrbaren Säulen montiert sind und sich auf einem Anhänger befinden, den die Polizei an den Orten aufstellt. Geisel nannte am Donnerstag die Orte Alexanderplatz, Leopoldplatz, Kottbusser Tor, Warschauer Brücke und Hermannplatz.

Zunächst kaufte die Polizei zwei dieser Kamerawagen, um sie zu testen. Geisel sagte: "Am Alex, am Kottbusser Tor und an der Warschauer Brücke ist diese Technik auch stationär denkbar." Gegen den festen Einbau von Videokameras an bestimmten Plätzen hatten sich die Koalitionspartner Linke und Grüne immer gewehrt.

Geisel sprach von einer Doppelstrategie aus Videotechnik und mehr Polizeipräsenz. Mit einem symbolischen Spatenstich leiteten er und Polizeipräsident Klaus Kandt den lange geplanten Bau einer Polizeiwache auf dem Alexanderplatz ein (TAG24 berichtete).

Ein Videowagen mit ausfahrbarem Kameramast vor dem Kölner Dom. Ähnliche Geräte werden bald auch in Berlin eingesetzt.
Ein Videowagen mit ausfahrbarem Kameramast vor dem Kölner Dom. Ähnliche Geräte werden bald auch in Berlin eingesetzt.  © DPA

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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