Hunderte Menschen trauern um ermordete 15-Jährige

Viersen – Schweigend ziehen die etwa 400 Menschen durch die Innenstadt.

Familie und Freunde trauern.
Familie und Freunde trauern.  © DPA

Erschütterung, Betroffenheit und Trauer: Schweigend gingen sie durch die Stadt, einige mit Kerzen in der Hand und Tränen in den Augen.

Noch immer sichtbar unter dem Eindruck des Verbrechens stehend zogen sie von einem zentralen Platz in der Innenstadt zum Park an die Stelle, wo die 15-Jährige tödlich getroffen zusammenbrach. (TAG24 berichtete)

Dort hatten in den letzten Tagen schon viele Menschen Kerzen und Blumen abgelegt. Die Eltern der Toten nahmen nicht teil am Trauerzug. Sie sollen vom Veranstalter, einem jungen Mann, ein Video des Marsches erhalten.

Die Menschen trauern, der mutmaßliche Täter schweigt: Der Ex-Freund der 15-Jährigen sitzt wegen Mordes in Untersuchungshaft. Er hatte sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis Freitagmittag nicht zu der Tat geäußert.

Nach Erkenntnissen der Ermittler soll er das Mädchen getötet haben, weil sie sich von ihm getrennt hatte. Dazu soll er ihr am Montag im Park aufgelauert haben.

Nachdem beide streitend durch den Park gegangen waren, soll der 17-jährige Bulgare dem arg- und wehrlosen Mädchen sechs Stiche versetzt haben. Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt.

Im Casino-Garten haben in den letzten Tagen schon viele Menschen Kerzen und Blumen abgelegt.
Im Casino-Garten haben in den letzten Tagen schon viele Menschen Kerzen und Blumen abgelegt.  © DPA

Titelfoto: DPA


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