Ekelhafter Tierschmuggel: Sieben gefrorene Tigerbabys im Kofferraum entdeckt

Vietnam - Am Donnerstag wurde in Vietnam ein Mann festgenommen, der in seinem Kofferraum versuchte, gefrorene Tiger-Junge zu schmuggeln. Nicht sein erstes Mal.

Die Knochen der Tiger werden unter anderem eingekocht oder auch als Schmuck verwendet. (Symbolbild)
Die Knochen der Tiger werden unter anderem eingekocht oder auch als Schmuck verwendet. (Symbolbild)  © dpa/Tpg/TPG via ZUMA Press

Nguyen Huu Hue wollte laut Polizei die kleinen Tiger am Donnerstag aus dem benachbarten Laos nach Vietnam bringen. Gefasst wurde er schließlich in Hanoi. Die Tiger-Jungen wurden gefroren aus seinem Kofferraum geborgen, berichtete die englische "Metro" am Sonntag.

Die Polizei vermutet, dass der Mann schon seit Jahren illegal unterschiedliche Wildtiere schmuggelt und Mitglied eines bekannten Schmugglerrings ist.

Nach Angaben der vietnamesischen Zeitung Cong An Nhan Dan wurden schon zuvor mehrere Mitglieder dieses Rings verhaftet. Wie ein Sprecher des Ministeriums für öffentliche Sicherheit mitteilte, gründete Hue für den Schmugglerring sogar extra eine Scheinfirma, die angeblich Baumaterialien verkauft, als Deckmantel für den illegalen Tierhandel mit Wildtieren.

Ob die Tiger aus der Wildnis stammen oder aber von einer illegalen Tigerfarm in Laos, ist noch unklar.

Tigerfarmen liefern einen großen Teil an Tiger-Fleisch und Tierteilen nach Vietnam. Dort werden sie vor allem für traditionelle Medizin verwendet. Die Knochen werden dafür eingekocht und mit Reiswein vermischt. Der Trank soll gegen Arthritis helfen und Kraft geben.

Die Gebiete rund um Vietnam sind wohlbekannt für Tierschmugglerringe. So gab die Polizei vor kurzem erst bekannt, einen anderen Schmugglerring in Singapur zerschlagen zu haben. Fast neun Tonnen Elfenbein wurden bei der Aktion sichergestellt, die nach Vietnam gebracht werden sollten.

Die Regierung Vietnams will jetzt stärker gegen den Wildtierschmuggel vorgehen, wird aber wegen der schwachen Strafverfolgung der Täter heftig kritisiert.