FC St. Pauli: Viktor Gyökeres ist mehr als nur eine Alternative

Hamburg - Er kam, sah und traf! Am Sonntag stand Viktor Gyökeres das erste Mal für den FC St. Pauli in einem Zweitliga-Spiel von Beginn an auf dem Rasen - und Trainer Jos Luhukay sollte diese Entscheidung nicht bereuen.

Viktor Gyökeres jubelt über seinen ersten Treffer im Dress des FC St. Pauli.
Viktor Gyökeres jubelt über seinen ersten Treffer im Dress des FC St. Pauli.  © Imago Images / Nordphoto

Der 21-jährige Schwede, der zuvor in drei Liga-Partien nur 52 Minuten auf dem Platz stand, hatte maßgeblichen Anteil am 2:0-Erfolg gegen den SV Sandhausen.

Gleich bei seinem Startelf-Debüt erzielte Viktor Gyökeres seinen ersten Treffer für den Kiezclub. "Der Treffer bedeutet mir persönlich sehr viel", sagte der schwedische U21-Nationalspieler.

Vorausgegangen war eine tolle Co-Produktion von Ryo Miyaichi und Mats Möller-Daehli. "Ich weiß nur, dass ich den Ball von Ryo bekommen und dann ins Tor geschossen habe", erinnerte Gyökeres sich.

Trainer Luhukay war einfach nur hin und weg: "Es war auch aus Trainersicht einfach sehr schön anzuschauen. Das war ein klasse herausgespieltes Tor."

Seinen Einsatz hatte er dabei nur der Verletzung von St. Paulis eigentlichen Torjäger Dimitrios Diamantakos zu verdanken.

"Heute hatte ich endlich die Chance, genau das zu tun, und es hat sich richtig gut angefühlt auf dem Rasen zu stehen", sagte Gyökeres.

Das sah nicht nur er so. Auch von seinem Trainer und den Mitspielern erntete der Torschütze Lob.

Mitspieler ziehen den Hut

Viktor Gyökeres drückte den Ball nach einem Rückpass über die Linie.
Viktor Gyökeres drückte den Ball nach einem Rückpass über die Linie.  © imago images / Metelmann

"Er hat stark angefangen, war sehr aktiv und ist den Gegner gut angelaufen", befand Coach Luhukay. Kapitän Daniel Buballa meinte: "Ich freue mich heute richtig für Viktor, der Dimi, der in den letzten Wochen so überragend gespielt hat, extrem gut vertreten hat. Da muss ich echt sagen: Chapeau!"

Von seinem Startelf-Debüt hat er laut eigener Aussage erst am Spieltag selbst erfahren. Und dort überzeugte er auf Anhieb - im Gegensatz zum Pokalspiel beim VfB Lübeck, in dem er ebenfalls von Beginn an ran durfte, aber eher unglücklich agierte.

Doch mittlerweile hat sich die Mannschaft stabilisiert und ist in der Lage die Ausfälle von Leistungsträgern adäquat zu ersetzen, wie der Fall Gyökeres zeigt.

"Unsere Performance war heute sehr gut. Unser Tor ist sauber geblieben und wir haben zwei Treffer erzielt. Es hätten vielleicht sogar drei werden können", sagte er.

Dafür hatte der junge Schwede auch selbst sorgen können. In der ersten Halbzeit kam er nach einer Flanke von Mats Möller-Daehli am Fünfer zum Kopfball, traf aber nur die Latte. "Den hätte er ruhig reinmachen können", sagte Luhukay mit einem Grinsen.

Abgesehen von dieser Chance und seinem Treffer agierte der junge Schwede nach Ansicht seines Treffers im letzten Offensiv-Drittel aber zu überhastet. In diesen Momenten war ihm dann doch die fehlende Spielpraxis anzumerken.

Das kann sich nun in den kommenden Wochen aber ändern. Denn Viktor Gyökeres hat gezeigt, dass er mehr als nur ein Joker sein kann, wenn man ihm die Möglichkeit gibt.

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