Darida wieder verletzt: Trug er zum letzten Mal das Hertha-Trikot?

Berlin - Während Hertha-Trainer Pal Dardai am Donnerstag die restlichen Nationalspieler auf dem Trainingsplatz erwartet, gab es von Vladimir Darida keine guten Nachrichten. Der Tscheche hatte sich beim Länderspiel gegen Brasilien ohne Fremdeinwirkung verletzt, musste nach 56 Minuten ausgewechselt werden.

Vladimir Darida kommt während der Vorbereitung auf Krücken zum Fototermin. Im Hintergrund sind Maximilian Pronichev und Jordan Torunarigha.
Vladimir Darida kommt während der Vorbereitung auf Krücken zum Fototermin. Im Hintergrund sind Maximilian Pronichev und Jordan Torunarigha.  © DPA

Bereits im Februar verletzte sich Herthas Dauerläufer am Oberschenkel. Eine genaue Diagnose steht zwar noch aus, doch wahrscheinlich sei es wieder die alte Muskelverletzung, wie Hertha-Coach Pal Dardai vermutet.

"Das ist für Vladi ärgerlich", sagte Pal Dardai. "Er hat im Training zuletzt sehr gut mitgemacht bei uns. Ich habe ihm empfohlen, dass er zur Nationalmannschaft fahren und beide Spiele 60, 70 Minuten spielen soll für den nächsten Schritt. Aber jetzt war es wahrscheinlich ein Tick zu viel."

Wie der "Kicker" berichtet, droht dem Mittelfeldspieler im schlimmsten Fall das Saison-Aus. Für Darida ist es bislang eine Saison zum Vergessen. Wegen eines Knochenmarksödem im Knie verpasste er große Teile der Vorbereitung, kam erst im Oktober zu seinem ersten Saisoneinsatz.

Seinen Stammplatz hat der 28-jährige ohnehin verloren. Weder an Ondrej Duda, noch an Marko Grujic oder Arne Maier ist ein Vorbeikommen. Bislang stehen zehn Liga-Einsätze zu Buche, davon drei von Anfang an. In der Rückrunde kam der Musterprofi allerdings bislang nur als Joker zum Zug.

Sollten sich die Befürchtungen bestätigen, dass Darida länger pausieren muss, dann könnte sein Einsatz gegen Bremen (16. Februar) womöglich das letzte Spiel für Hertha BSC gewesen sein. Im Sommer 2015 wechselte der Tscheche nach Berlin, gehörte seitdem immer zu den Leistungsträgern. Das hat sich in dieser Spielzeit geändert.

Angesichts des Verlusts des Stammplatz dürfte ein Wechsel trotz Vertrages bis 2021 keine Überraschung sein.

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