Holocaust-Leugnerin muss mit 89 Jahren wohl in den Knast

Ursula Haverbeck musste sich bereits mehrfach wegen Volksverhetzung vor verschiedenen Gerichten verantworten.
Ursula Haverbeck musste sich bereits mehrfach wegen Volksverhetzung vor verschiedenen Gerichten verantworten.  © DPA

Celle/Verden - Die wegen Volksverhetzung verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck muss voraussichtlich ins Gefängnis.

Die aus Vlotho (Kreis Herford) stammende 89-Jährige scheiterte nach dpa-Informationen vor dem Oberlandesgericht Celle mit einem Revisionsantrag gegen ein Urteil des Landgerichtes Verden, das sie Ende August 2017 wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt hatte (TAG24 berichtete).

Bei der Entscheidung des Oberlandesgerichtes sei das Urteil ausschließlich auf mögliche Rechtsfehler überprüft worden, sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichtes am Dienstag auf Anfrage.

Diese seien aber nicht festgestellt worden. Damit sei das Urteil rechtskräftig. Haverbeck wurde schon mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilt.

Wiederholt behauptete sie, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei. Aus Sicht der Verteidigung sind die Äußerungen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt.

Das Landgericht Detmold hatte Haverbeck im November 2017 zu 14 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Auch gegen dieses Urteil hatte die 89-Jährige Rechtsmittel eingelegt.

Hier muss das Oberlandesgericht Hamm in den kommenden Wochen als letzte Instanz die Entscheidung aus Detmold auf Rechtsfehler überprüfen. Sollte das OLG das Urteil bestätigen, würden die Haftstrafen aus beiden Verfahren zu einer Gesamtstrafe zusammengefasst.

Titelfoto: DPA


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