Frau in Voerde vor Zug gestoßen: Mutmaßlicher Täter nahm zuvor Koks

Voerde/Niederrhein/NRW – Bei dem Tatverdächtigen, der eine Frau in Voerde vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet haben soll, gibt es Hinweise auf Kokain-Konsum.

Kerzen und ein Engel am Bahnhof von Voerde in Gedenken an die Tat.
Kerzen und ein Engel am Bahnhof von Voerde in Gedenken an die Tat.

Es seien bei ihm Abbauprodukte von Kokain im Blut nachgewiesen worden. "Das heißt aber nicht, dass er konkret unter Kokaineinfluss stand", sagte der Duisburger Staatsanwalt Alexander Bayer am Montag.

Der Nachweis von Kokainmetabolit könne bedeuten, dass er die Droge zum Tatzeitpunkt aktuell konsumiert habe oder aber zu einem zurückliegenden Zeitpunkt, "so dass er nicht mehr unter dem Rausch stand", sagte Bayer. Konkrete Erkenntnisse müssten weitere Untersuchungen bringen.

Der 28-jährige Tatverdächtige, der wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft sitzt, schweigt nach Polizeiangaben weiterhin zu den Tatvorwürfen. Zeugen hatten geschildert, dass sich der Mann der ihm unbekannten 34-Jährigen von hinten genähert und sie wortlos ins Gleisbett gestoßen habe.

Der in Deutschland geborene Serbe ist nach Polizeiangaben Vater von neun Kindern. Für die Polizei war er auch vorher kein Unbekannter. Er war unter anderem wegen Diebstahls und Körperverletzung zu Geldstrafen verurteilt worden.

Das Opfer ist Mutter einer Tochter. Die 34-jährige Frau soll im engsten Familien- und Freundeskreis beigesetzt werden, sagte eine Polizeisprecherin.

Im Hauptbahnhof von Frankfurt am Main wurde ein achtjähriger Junge von einem Mann vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Der Junge starb. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Der Mann soll auch die Mutter des Jungen ins Gleisbett gestoßen haben. Die 40-Jährige habe sich aber retten können. Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts.

Bahnhof Voerde. Hier wurde eine Frau vor einen Zug gestoßen.
Bahnhof Voerde. Hier wurde eine Frau vor einen Zug gestoßen.  © dpa/Marcel Kusch

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