Vogelgrippe in Dresden: Wann dürfen die Tiere endlich wieder ins Freie?

Eulen bitte eng zusammenrücken! Längst wollen sie in die Freiheit flattern. 
Doch wegen der Vogelgrippe dürfen sie 
die Rettungsstation nicht verlassen.
Eulen bitte eng zusammenrücken! Längst wollen sie in die Freiheit flattern. Doch wegen der Vogelgrippe dürfen sie die Rettungsstation nicht verlassen.  © Eric Münch

Dresden - Die Vogelgrippe wütet so schlimm wie noch nie! Wieder wurden in Dresden und auch am Bärwalder See tote infizierte Vögel gefunden.

Seit Monaten muss Geflügel eingesperrt bleiben. Auch bei den Dresdner Vogelrettern breitet sich jetzt Lagerkoller aus.

Der Schwan mit dem gebrochenen Zeh humpelt längst nicht mehr. Auch die tiefen Fleischwunden des Mäusebussards, der in der Stadt von einem Uhu angefallen wurde, sind verheilt. Über 30 Vögel warten schon seit Wochen auf ihre Entlassung!

Doch ganz Dresden bleibt nun weiter Sperrbezirk, die Rettungsstation ist wegen der Vogelgrippe "versiegelt". Und schon seit November gilt in Sachsen eine Stallpflicht für Geflügel. Das bedeutet riesigen Stress für die eingesperrten Tiere. Im Zoo sind über 500 Vögel betroffen, Dutzende Tiere bereits gestorben.

"Die Vögel wollen unbedingt raus, flattern ständig gegen die Voliere", sagt Saskia Keller (31), Chefin der Wildvogelauffangstation des Umweltzentrums. "Wir hoffen, dass es nicht ewig so weitergeht, wir die Vögel bald wieder entlassen können."

Doch wegen der neuen Seuchen-Fälle ist damit zeitnah nicht zu rechnen. In Dresden dürfen Zoogeschäfte keine Wellensittiche oder Papageien verkaufen. Hunde und Katzen müssen draußen weiter an die Leine!

In der Wildvogelauffangstation des 
Dresdner Umweltzentrums warten über 30 Vögel auf ihre Entlassung.
In der Wildvogelauffangstation des Dresdner Umweltzentrums warten über 30 Vögel auf ihre Entlassung.  © Eric Münch
Darf die gesundeten Tiere wie diesen Falken nicht in die Freiheit entlassen: 
Saskia Keller (31) leitet die Auffangstation.
Darf die gesundeten Tiere wie diesen Falken nicht in die Freiheit entlassen: Saskia Keller (31) leitet die Auffangstation.  © Eric Münch

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