Auf diese süßen Gänseküken könnte bald geschossen werden

Für die Nilgans-Küken im Brentanobad wird es wohl bald ungemütlich.
Für die Nilgans-Küken im Brentanobad wird es wohl bald ungemütlich.  © DPA

Frankfurt - Im Brentanobad Frankfurt sind sich Gäste und Betreiber einig: Die Nilgänse sind eine echte Plage. Bald könnte die Jagd auf die Vögel eröffnet werden.

Im Freibad des Stadtteils Rödelheim watscheln die Enten in einer Vielzahl umher - lassen sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen. Die Badegäste fühlen sich belästigt, die Hygiene auf der Liegewiese nimmt aufgrund des Tier-Kots ab und auch die heimische Gattung der Stockente wird von den selbstbewussten Gefiederträgern aus Afrika mehr und mehr verdrängt.

Für den Jäger und Naturschützer Axel Seidemann gibt es nur eine Möglichkeit, wie er der FNP verriet: „Man muss auf die Jungen schießen. Denn wenn die Gänse merken, dass ihr Nachwuchs in Gefahr ist, gehen sie woanders hin.“

Doch ist der Abschuss der Jungtiere erforderlich? Wie das Blatt berichtet, gibt es laut Umweltbehörden aufgrund des Gänsekots keine Gesundheits-Bedenken für den Menschen. Doch die Bäderbetriebe sehen das anders und haben nun Kot-Proben untersuchen lassen, um mögliche Erkrankungen der Badegäste ausschließen zu können.

Die Bäderbetriebe haben darüber hinaus bereits eine Schießgenehmigung beantragt, welche sie als letztes Mittel zur Vertreibung der Tiere anwenden möchten. Eine Antwort stehe noch aus. Klar scheint: Sollte es zu einer Jagd kommen, kann mit Protesten von Tierschützern gerechnet werden. Zuvor versuche man die Zweibeiner aber mit anderen Methoden in Bewegung zu setzen.

Als Ziervogel kam die Enten-Art nach Europa, breitete sich schnell aus und passte sich rasant an die Gegebenheiten an. Charakteristisch ist das aggressive Verhalten der Nilgans gegenüber anderen Tieren.


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