Familienunternehmen aus Vogtland beliefert Autohersteller

Heinsdorfergrund - Das vogtländische Textilunternehmen C. H. Müller hat sich 150 Jahre nach Unternehmensgründung zum Spezialisten für Verbundmaterialien entwickelt, die in nahezu jedem deutschen Auto mitfahren.

Verbundbahnen für Verkleidungen im PKW Innenraum laufen in der Warenschau der C.H. Müller GmbH in Heinsdorfergrund von einer Rolle.
Verbundbahnen für Verkleidungen im PKW Innenraum laufen in der Warenschau der C.H. Müller GmbH in Heinsdorfergrund von einer Rolle.  © DPA

"Wir arbeiten mit allen deutschen Autoherstellern und weiteren weltweit zusammen", sagte Geschäftsführer Philipp Porst. Gemeinsam mit seinem Vater Thomas führt der 39-Jährige das Familienunternehmen in sechster Generation. Die kleine Handweberei von einst hat sich nach der Zwangsverstaatlichung 1972 und der Reprivatisierung 1990 zu einem Mittelständler mit rund 400 Mitarbeitern entwickelt, an dem die Automobilbranche nicht vorbeikommt.

Der Mittelständler aus Heinsdorfergrund bei Reichenbach betreibt neben vier Standorten im Vogtland seit Herbst 2017 auch ein Werk in den USA.

Mit dem Wegbrechen der Märkte nach der Wende 1989 habe man sich kurzerhand entschlossen, auf die Automobilbranche zu setzen. "Damals hat keiner auf einen Newcomer aus der sächsischen Provinz gewartet."

Inzwischen sind die Vogtländer nach eigenen Angaben Europas Marktführer in ihrem Segment.

Enja Lang, Mitarbeiterin in der Produktion der C.H. Müller GmbH in Heinsdorfergrund, bestückt einen Nähroboter mit PKW Türverkleidungen an der Seite von Juniorchef Philipp Porst.
Enja Lang, Mitarbeiterin in der Produktion der C.H. Müller GmbH in Heinsdorfergrund, bestückt einen Nähroboter mit PKW Türverkleidungen an der Seite von Juniorchef Philipp Porst.  © DPA

Titelfoto: DPA

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