Stärke 2,1! Wieder Erdbeben in Sachsen

Klingenthal - Mehrere Erdbeben haben am Montagabend das Vogtland an der Deutsch-Tschechischen Grenze erschüttert. Das heftigste Beben erreichte eine Stärke von 2,1.

Am Montagabend erschütterten mehrere Erdbeben das Vogtland.
Am Montagabend erschütterten mehrere Erdbeben das Vogtland.  © 123RF

Der Tschechische Erdbebendienst hatte im Laufe des Pfingstmontags insgesamt 41 Beben registriert, die aber nur eine maximale Stärke von 1 erreichten. Die meisten Beben traten nach Angaben der Experten am Abend gegen 20 Uhr auf.

Zwei Erdbeben am Abend erreichten dabei eine Magnitude von 2 beziehungsweise 2.1. Das Epizentrum lag in Tschechien bei Luby, aber die Ausläufer reichten bis Klingenthal, Markneukirchen und Bad Brambach. Die Erschütterungen haben aber wahrscheinlich die wenigsten Vogtländer in dem Gebiet mitbekommen, denn zeitgleich tobte über dem Vogtland ein heftiges Gewitter.

Über Schäden durch das Erdbeben ist derzeit noch nichts bekannt.

Die Erdbebenaktivität hat inzwischen wieder nachgelassen, so dass ein langanhaltender Erdbebenschwarm wie zuletzt 2018 wohl ausgeschlossen werden kann. Damals erreichte das stärkste Beben 4,2 auf der Richterskala. Größeren Erdbebenschwärme gab es auch von Oktober bis Dezember 2008, im August/September 2011, von Mai bis August 2014 und im Juli 2017

Das letzte heftigere Beben im Vogtland gab es im März. Das Epizentrum lag südöstlich von Markneukirchen und das Erdbeben erreichte eine Stärke von 2,3 auf der Richterskala (TAG24 berichtete).

Warum bebt im Vogtland so oft die Erde?

Im Vogtland treten immer mal wieder sogenannte Schwarmbeben auf, bei denen es sich um eine bestimmte Form von Erdbebenserien handelt. Sie treten in bestimmten Regionen innerhalb eines begrenzten Zeitraums auf. Die Serien können mehrere Tage, aber auch bis zu etwa einem Jahr dauern. Die Beben haben alle meist eine ähnliche Stärke, dadurch können sie nicht in Vor-, Haupt- und Nachbeben eingeteilt werden.

Erstmals wurde die Bezeichnung "Erdbebenschwarm" am Ende des 19. Jahrhunderts in einer Abhandlung über eine Häufung von Erdbeben in der Region Vogtland/Westböhmen verwendet. Neben dem Vogtland treten Erdbebenschwärme auch in Hessen und am Hochstaufen auf.

Die stärksten Erdbeben im Vogtland wurden Mitte der 1980er Jahre gemessen. Damals erreichten sie eine Stärke von 4,6. Sogar Schornsteine fielen ein.

Titelfoto: 123RF

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