Nach Großbrand im Vogtland: Warum dauert die Analyse der Giftwolke so lange?

Heinsdorfergrund - Der Großbrand in einer Galvanikfirma vor einer Woche im Vogtland wirft immer mehr Fragen auf. Auch sieben Tage nach dem Unglück hat der Vogtlandkreis noch immer keine Ergebnisse zu den Luft- und Bodenproben, die nach dem Brand genommen wurden.

Noch immer ist nicht klar, welche Stoffe bei dem Brand in Heinsdorfergrund möglicherweise freigesetzt wurden.
Noch immer ist nicht klar, welche Stoffe bei dem Brand in Heinsdorfergrund möglicherweise freigesetzt wurden.  © Pro Picture/Ralph Köhler

"Das kann bis zu 14 Tage dauern, bis wir die Ergebnisse kennen", erklärte ein Kreis-Sprecher. Dabei könnte die Giftwolke für den Menschen sehr gefährliche Stoffe beinhaltet haben.

Das vermutet auch der Lengenfelder Feuerwehrchef Sebastian Kirsch (31) sagt: "Die 28 Feuerwehrleute, die beim Löschen umgekippt sind, wurden jedenfalls nicht durch die Hitze geschädigt. Fast alle sind noch in ärztlicher Behandlung."

Gerhard Liebscher (63), Grünen-Kreisrat im Vogtland, befürchtet eine "mögliche Umweltkatastrophe" und will wissen: "Wann wird der verseuchte Boden entsorgt?"

Thema für eine Landtagsanfrage, die sogar die Bundesregierung erreicht hat. Marco Wanderwitz (43, CDU), Staatssekretär im Innenministerium, will sich nun um das Nachreichen der fehlenden Analyse-Ergebnisse kümmern.

Während des Brandes ist eine riesige dunkle Rauchwolke über der Chemiefabrik aufgestiegen.
Während des Brandes ist eine riesige dunkle Rauchwolke über der Chemiefabrik aufgestiegen.  © NEWS5/Fricke

Titelfoto: NEWS5/Fricke

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