Volker Bouffier: "Absolute Sicherheit an Bahnhöfen ist eine Illusion"

Wiesbaden/Frankfurt am Main - Nach dem gewaltsamen Tod eines achtjährigen Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof spricht sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) für eine Überprüfung der Sicherheit an Bahnhöfen aus.

Hessens Ministerpräsiden Volker Bouffier will die Sicherheit an den Bahnhöfen überprüfen.
Hessens Ministerpräsiden Volker Bouffier will die Sicherheit an den Bahnhöfen überprüfen.  © DPA

"Bei 5600 Bahnhöfen wird man zwar nüchtern sagen müssen, dass absolute Sicherheit eine Illusion ist", sagte er dem Magazin "Der Spiegel": "Trotzdem müssen wir Schutzlücken möglichst finden und schließen."

Am Montag hatte ein 40-Jähriger eine Mutter und ihren achtjährigen Sohn vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Während die Mutter sich retten konnte, wurde der Junge von dem ICE überrollt und getötet.

Ein in der Schweiz lebender Eritreer wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft (TAG24 berichtete).

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte daraufhin Beratungen zur Sicherheit an Bahnhöfen angekündigt (TAG24 berichtete). Man werde das "positiv begleiten", kündigte Bouffier an.

Hessens Ministerpräsident verwies auch darauf, dass höhere Sicherheitsvorkehrungen praktisch umsetzbar sein müssen. "Können wir die enge Taktung unseres Bahnverkehrs auch bei schärferen Sicherheitsvorkehrungen aufrechterhalten? Wenn die Züge nur im Schritttempo einrollen, dauert alles länger, und die Akzeptanz schwindet", sagte Bouffier

Dabei sei es gerade mit Blick auf den Klimaschutz wichtig, dass mehr Menschen die Bahn nutzten.

Am Montag hatte in Frankfurt ein Mann einen achtjährigen Jungen vor einen einfahrenden UCE gestoßen und getötet.
Am Montag hatte in Frankfurt ein Mann einen achtjährigen Jungen vor einen einfahrenden UCE gestoßen und getötet.  © DPA

Mehr zum Thema Frankfurt Kriminalität:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0