Volksbank und Sparkasse legen noch in diesem Jahr Filialen zusammen

Frankfurt/Sulzbach - Die Wettbewerber Frankfurter Volksbank und Taunus Sparkasse setzen bundesweit ein Zeichen und wollen ihre Kunden noch in diesem Jahr in gemeinsamen Filialen bedienen.

Zehn Filialen sollen noch 2019 zu sogenannten "Finanzpunkten umgebaut werden.
Zehn Filialen sollen noch 2019 zu sogenannten "Finanzpunkten umgebaut werden.  © DPA

Insgesamt 26 Standorte im Hochtaunuskreis und im Main-Taunus-Kreis sollen bis spätestens Ende 2021 zu "Finanzpunkten" umgestaltet, sodass dort Kunden beider Geldhäuser eine Anlaufstelle haben.

Die ersten zehn Filialen sollen noch 2019 umgebaut werden.

"Erstmalig haben mit unseren beiden Instituten eine Sparkasse und eine Volksbank eine flächendeckende Kooperation vereinbart - über alle Grenzen der tradierten Säulen des Bankwesens hinweg", sagte die Vorstandsvorsitzende der zweitgrößten Volksbank Deutschlands, Eva Wunsch-Weber, bei der Vorstellung des Konzepts am Dienstag in Sulzbach im Taunus. "Wir nutzen gemeinsame Räumlichkeiten, bleiben dabei aber selbstverständlich Wettbewerber."

In Filialen mit Personal teilen sich die beiden Institute die Öffnungszeiten auf, Selbstbedienungsstellen werden gemeinsam betrieben.

In den kommenden drei Jahren wollen die beiden Geldhäuser zu gleichen Teilen insgesamt fünf Millionen Euro in das Projekt investieren.

Seit Jahren schrumpft die Zahl der Bank-Filialen

Die gesamte Branche müht sich, den Spagat zwischen digitalen Angeboten und Präsenz in der Fläche zu schaffen. Viele Kunden erledigen Bankgeschäfte fast nur noch zu Hause am Computer oder per App auf dem Smartphone.

Seit Jahren schrumpft die Zahl der Filialen, denn das dichte Netz kostet die Institute eine Menge Geld.

Titelfoto: DPA


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