Kahlschlag an Volksbühne. Die Streich-Pläne des neuen Intendanten

Volksbühnen-Intendant Chris Dercon (59) ist zurückgetreten und kassiert bis Dezember Gehalt.
Volksbühnen-Intendant Chris Dercon (59) ist zurückgetreten und kassiert bis Dezember Gehalt.

Berlin – Der neue, umstrittenen, Intendant der Volksbühne, Chris Dercon (59) plant laut eines Spiegel-Berichts einschneidende Veränderungen in dem Theater am Rosa-Luxemburg-Platz. Allerdings widerspricht der Intendant dieser Darstellung.

Der Nachfolger von Frank Castorf will demnach alle zehn Regie- und Dramaturgenstellen streichen. Darüber hinaus sollen nur zwölf der 27 Schauspieler am Ensemble bleiben dürfen.

Durch den Kahlschlag im künstlerischen Bereich soll es laut des Spiegels möglich werden, sieben neue Stellen im Bereich von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen.

Eine derartige Entwicklung hatten viele Mitarbeiter der Volksbühne bereits befürchtet, als bekannt wurde, dass Frank Castforf nach 25 Jahren gehen und sein Nachfolger Chris Deron werden würde.

Update 15.20 Uhr: Die Berliner Volksbühne wehrt sich gegen einen Bericht über angebliche Stellenstreichungen. "Richtig ist, dass nicht wir, sondern Frank Castorf in den letzten Jahren sein Ensemble von 27 fest engagierten Schauspieler*innen auf 11 reduziert hat», schrieb Intendant Chris Dercon in einer "Leserbrief" genannten Entgegnung auf eine Meldung des Spiegels. "Auch die Größe des neuen künstlerischen Teams der Volksbühne wurde und wird nicht wesentlich verändert."

Sechs Dramaturgen und Kuratoren arbeiteten in der Programmabteilung, die im November aufgestockt werde, heißt es in dem Schreiben. "Regieassistenten heißen im Stellenplan jetzt Produktionsleiter, ihre Aufgabenbereiche wurden erweitert. Die Marketing-Abteilung ist um eine Online-Redaktion erweitert worden." Die Pressestelle habe aktuell 2,75 Stellen.

Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.
Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.  © DPA

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