Volkslehrer pöbelt gegen Schulbehörde

Berlin - Auf Youtube nennt sich Nikolai N. "Der Volkslehrer". Dort verbreitet er Verschwörungstheorien und hetzt gegen Juden. Im Januar ist der Berliner Grundschullehrer aufgrund seiner Videos freigestellt worden (TAG24 berichtete). Nun wurde er von der Schulbehörde zu seiner Eignung als Lehrer angehört - mit Folgen für den 37-Jährigen.

Auf YouTube ist er als "Der Volkslehrer" bekannt.
Auf YouTube ist er als "Der Volkslehrer" bekannt.

Wie die B.Z. berichtet, schickte er am Donnerstag eine Rundmail an seine Follower. Neben der Hetze gegen die Solidaritäts-Kundgebung "Berlin trägt Kippa", berichtet er auch über seine Anhörung.

Drei Stunden soll er von dem Prüfer befragt worden sein. Bei der Anhörung ging es vor allem um seine Videos auf Youtube (26.000 Abonnenten). Dort behauptete er beispielsweise, dass die Mondlandung und der Anschlag vom 11. September 2001 Lügen seien.

Laut Rundmail zweifelte der Prüfer an seiner Eignung, was dem "Volkslehrer" überhaupt nicht passt. "Der freundliche Herr war übrigens dem jüdischen Volk angehörig, aber das ist sicher völlig irrelevant", schrieb er laut B.Z. über den Prüfer.

Seine Stelle an der Vineta-Grundschule ist Nikolai N. nun endgültig los. Die Senatsverwaltung für Bildung hat den Pädagogen in Kündigungsverfahren eingeleitet.

"Wir müssen unsere demokratischen Werte klar nach Außen vertreten", erklärte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (48, SPD). "Wir sind immer auch Vorbilder."


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