Gericht verhandelt erneut: Er will "Volkslehrer" bleiben!

Berlin - Auf YouTube nannte er sich selbst "Der Volkslehrer", wo er Verschwörungstheorien verbreitetet und gegen Juden gehetzt haben soll (TAG24 berichtete). Zu viel für die Schulbehörde. Nach einer Freistellung folgte die fristlose Kündigung. Nun verhandelt das Arbeitsgericht (9 Uhr) erneut über die Kündigung des Grundschullehrers.

Nikolai N., "der Volkslehrer", klagt gegen seine fristlose Kündigung.
Nikolai N., "der Volkslehrer", klagt gegen seine fristlose Kündigung.

Der Pädagoge war nach der Veröffentlichung möglicherweise volksverhetzender Internet-Videos entlassen worden. Eine gütliche Einigung - wie vom Arbeitsgericht vorgeschlagen - scheiterte im Juni des Vorjahres. Der Pädagoge hatte geklagt, weil er eine politisch motivierte Entlassung sieht (AZ: 60 Ca 7170/18).

Vor der erneuten Verhandlung wird es laut Gericht wieder Einlass- und Taschenkontrollen geben, auch Polizisten wurden angefordert. Bei der ersten Verhandlung war es nach Aufrufen im Netz so voll wie selten. Es könnte noch am Mittwoch eine Entscheidung fallen, hieß es vom Gericht.

Der Lehrer betreibt einen Youtube-Kanal, auf dem er sich selbst als "Volkslehrer" bezeichnet. Ihm wird vorgeworfen, in Teilen seiner Videos volksverhetzende Aussagen zu verbreiten. Der Anwalt des Lehrers hatte im Juni 2018 betont, sein Mandant wolle Lehrer bleiben.

Die Bildungsverwaltung will hingegen an der außerordentlichen Kündigung festhalten. Der Lehrer für Musik und Sport sei wegen seiner Äußerungen nicht für das Unterrichten geeignet.

Update, 11.54 Uhr:

Das Arbeitsgericht hat die Klage eines Berliner Grundschullehrers gegen seine fristlose Kündigung abgewiesen.

Der 38-Jährige - er hatte sich selbst als "Volkslehrer" bezeichnet - sei dauerhaft nicht für den Schuldienst geeignet, urteilte das Gericht am Mittwoch und gab damit der Bildungsverwaltung Recht.

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