In der Champions League abgelehnt! DSC startet nächste Saison im CEV-Cup

Hätten gern weiter in der Champions League gespielt: Mareen Apitz (li.) und Myrthe Schoot.
Hätten gern weiter in der Champions League gespielt: Mareen Apitz (li.) und Myrthe Schoot.  © Lutz Hentschel

Dresden - Trotz der Bronzemedaille in der Meisterschaft wollten die DSC-Volleyballerinnen doch den Sprung in die Champions League schaffen, doch das wurde vom Europäischen Volleyball-Verband (CEV) abgelehnt.

So geht das Team von Trainer Alexander Waibl erstmals seit der Saison 2010/2011 wieder im CEV-Cup an den Start. Nachteil: Im K.-o.-System kann bei unglücklicher Auslosung schon in der ersten Runde Endstation sein.

Weil die Königsklasse immer elitärer wird, spielen die Top-Teams aus Italien, der Türkei und Aserbaidschan im CEV-Cup, so auch Champions-League-Sieger Vakifbank Istanbul, der am Bosporus die erneute Meisterschaft verpasste.

"Wir sind stolz, Aushängeschild für Dresden, Sachsen und Volleyball Deutschland zu sein. Dafür haben wir hart gearbeitet. Mit der kontinuierlichen Champions-League-Teilnahme in den letzten sechs Jahren haben wir uns eine hohe Reputation in Europa und den Respekt der europäischen Topteams verdient“, sagt DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann und fügt hinzu: „Mit der Unterstützung von Sponsoren und Fans wurde eine Erfolgsstory geschrieben, die keineswegs selbstverständlich ist.“

Mareen Apitz wird nun mit dem DSC im CEV-Cup spielen.
Mareen Apitz wird nun mit dem DSC im CEV-Cup spielen.  © Lutz Hentschel

Bitter: Eigentlich hätte der Schweriner SC als Meister in der Champions League starten dürfen, doch die Nordlichter verzichten völlig unverständlicherweise darauf.

Der DSC nahm jahrelang das wirtschaftliche und sportliche Risiko in Kauf, um den Volleyball-Sport in Deutschland voranzubringen und wichtige Punkte im Nationen-Ranking zu erkämpfen.

Und ausgerechnet jetzt, wo Deutschland nur noch ein Punkt im Ranking gefehlt hätte, um ab der Saison 2018/19 zwei feste Startplätze in der Gruppenphase der Champions League zu haben, verzichtet das selbst ernannte Aushängeschild der deutschen Nationalmannschaft, mit zahlreichen Auswahlspielerinnen und Bundestrainer Felix Koslowksi. Das ist eine schallende Ohrfeige für den Volleyballsport in Deutschland.

Die Schweriner, die mindestens den gleichen Spieleretat haben wie der DSC, können sich die Königsklasse laut eigener Aussage nicht leisten. Auch die Organisation sei zu kompliziert. "Wir sind zu der Entscheidung gekommen, dass die Champions League in der kommenden Spielzeit für uns organisatorisch und auch finanziell nicht machbar ist“, sagt SSC-Manager Michael Evers.

Auch Stuttgart, die als Vizemeister hätten zumindest in der Qualifikation der Champions League hätten spielen können, schenken dankend ab. Schwerin müsste aufgrund des Champions-League-Verzichts in den Challenge Cup, hat aber einen Platz im CEV-Cup beantragt. Der europäische Verband will in der zweiten Juni-Woche darüber entscheiden. Zudem verzichtet auch der VC Wiesbaden auf sein Startrecht im CEV-Cup.

Zwar versuchte er DSC noch, das Startrecht von Schwerin zu bekommen, doch die CEV lehnte ab. So wird in der Saison 2017/18 das erste Mal seit 2011 keine deutsche Mannschaft an der europäischen Königsklasse teilnehmen.


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