Der Hammer! Dresdner SC zwingt Schwerin mit 3:2 in die Knie

Mal
was anderes: Die DSC-Mädels liefen durch den Löwenkäfig aufs Parkett. Den
hatten sie sich von Eishockey-Kollegen geliehen.
Mal was anderes: Die DSC-Mädels liefen durch den Löwenkäfig aufs Parkett. Den hatten sie sich von Eishockey-Kollegen geliehen.  © Lutz Hentschel

Dresden - Der DSC hat den an Spannung nicht zu überbietenden Bundesliga-Spitzenkrimi gegen Tabellenführer Schweriner SC mit 3:2 gewonnen.

Die Dresdnerinnen bleiben damit daheim ungeschlagen, der Meister aus Mecklenburg kassierte die erste Niederlage.

3000 Zuschauer sorgten in der ausverkauften Margon Arena für eine stimmungsvolle Kulisse. Feuer war schon vor dem ersten Aufschlag im Spiel. Die Dresdnerinnen liefen in der abgedunkelten Halle zwischen zwei Riesenfackeln aufs Feld.

Chefcoach Alex Waibl hatte am Nikolaustag zwei personelle Überraschungen parat. Im Zuspiel begann Madison Bugg, zudem feierte Mittelblockerin Ivana Mrdak nach längerer Handverletzung ihr Comeback.

Der DSC legte ein 1:0 vor, führte aber ansonsten im ersten Satz nur noch ein einziges Mal - 13:12. Da hatten die Dresdnerinnen nach einem 9:12-Rückstand vier Punkte in Folge gemacht.

Doch nach einer Auszeit war der SSC wieder am Drücker - 13:17. Waibl wechselte, brachte Mareen Apitz für Bugg.

Die Dresdnerinnen bleiben damit daheim ungeschlagen

Nach dem Spiel kannte der Jubel bei den DSC-Volleyballerinnen keine Grenzen mehr.
Nach dem Spiel kannte der Jubel bei den DSC-Volleyballerinnen keine Grenzen mehr.  © Lutz Hentschel

Die Gastgeberinnen kämpften sich dreimal bis auf einen Zähler heran, aber am Ende wurde es deutlich. Ex-DSCerin Louisa Lippmann nutzte den ersten Satzball für Schwerin - 20:25.

Wahnsinnsstart der Einheimischen im zweiten Akt: Katharina Schwabe punktete doppelt, der DSC gewann auch die langen Ballwechsel. 8:1 hieß es zur ersten technischen Auszeit. Apitz, Schwabe & Co. spielten sich in einen Rausch. Der Tabellenführer bekam nur so die Bälle um die Ohren und wurde im wahrsten Sinne des Wortes zerlegt - 25:7.

Doch die Gäste schlugen im dritten Akt zurück. Die Fans erlebten einen begeisternden Schlagabtausch, den das Waibl-Team allerdings 21:25 verlor.

Die Dresdnerinnen versuchten im vierten Satz - jetzt mit Marrit Jasper - noch einmal alles (12:12), wehrten nach dem 22:24 in einem unglaublichen Endspurt drei Schweriner Matchbälle ab und erzwangen mit dem 27:25 durch Ivana Mrdak - am Ende mit 18 Punkten die Dresdner Topscorerin - den Tiebreak.

In dem lagen sie beim Seitenwechsel 6:8 hinten, aber dann drehten sie auf - 15:13. Der Sieg nach 115 Minuten! Die Margon Hölle kochte über. Chefcoach Alex Waibl: „Das war ein Hammerspiel. Die Mädels haben nie aufgegeben. Jetzt ist erst mal feiern angesagt.“

Zum Nikolaustag, wie sollte
es anders sein, bekamen die DSC-Fans in der Margon-Arena eine rote Mütze - und
die setzten sie natürlich auf.
Zum Nikolaustag, wie sollte es anders sein, bekamen die DSC-Fans in der Margon-Arena eine rote Mütze - und die setzten sie natürlich auf.  © Lutz Hentschel
Zuspielerin Mareen Apitz (re.) verteilte die Bälle klug und bekam zurecht die goldene MVP-Medaille für die wertvollste Spielerin der Partie.
Zuspielerin Mareen Apitz (re.) verteilte die Bälle klug und bekam zurecht die goldene MVP-Medaille für die wertvollste Spielerin der Partie.  © Lutz Hentschel

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