Nach bitterer Pleite: Kriegt der DSC jetzt die Kurve?

Das Foto zeigt deutlich: Es ging hektisch zu beim DSC.
Das Foto zeigt deutlich: Es ging hektisch zu beim DSC.

Von Steffen Grimm

Dresden - Die Duelle zwischen dem DSC und dem SC Potsdam sind in dieser Saison enge Kisten. Das erste Aufeinandertreffen in Brandenburg gewannen die Dresdnerinnen nach einer 2:0-Satzführung knapp mit 3:2.

Beim Rückspiel am Mittwochabend in der Margon Arena reichte dem Bundesliga-Spitzenreiter ein 2:1-Vorsprung nicht, der SCP revanchierte sich mit einem Fünf-Satz-Sieg.

Auch wenn DSC-Chefcoach Alex Waibl anschließend lobte: „Potsdam hat das gut gemacht.“ Die Gäste waren keinesfalls überragend. Der Ausgang des Spiels lag vielmehr am schwachen Auftritt des Favoriten. „Uns fehlte die Frische, im Angriff haben wir keine Punkte gemacht“, konstatierte Waibl in seinem ersten Fazit.

Augen zu und durch? DSC-Chefcoach Alex Waibl war nach dem 2:3 gegen Potsdam frustriert.
Augen zu und durch? DSC-Chefcoach Alex Waibl war nach dem 2:3 gegen Potsdam frustriert.

Von Gina Mancuso über Kristina Mikhailenko bis zu Katharina Schwabe - die Effektivität im Angriff war miserabel.

Lisa Izquierdo, die nach fünf Wochen Verletzungspause ab dem zweiten Satz erstmals wieder zum Einsatz kam, meinte: „Wir hatten zu wenig Lösungen parat, haben uns manchmal blöd angestellt und massig Fehler gemacht. Ich wollte es nach meiner Einwechslung besonders gut machen, habe viele Bälle in den Block geschlagen.“

Zuspielerin Laura Dijkema ergänzte: „Wir waren irgendwie zu hektisch auf dem Feld, hatten Probleme, den Rhythmus zu finden.“ Nach den Ursachen befragt, antwortete die Holländerin: „Ich glaube, wir sind von den englischen Wochen schon ein bisschen müde. Da ist es gar nicht so einfach, die richtige Balance zwischen Training und Regeneration zu finden. Und gegen Potsdam haben wir in einer anderen Aufstellung gespielt.“

Klar, das harte Krafttraining an den beiden Tagen zuvor machte sich deutlich bemerkbar. Mittelblockerin Jennifer Cross, die in den vergangenen Wochen kaum auf dem Feld stand, muss fürs Pokalfinale am 28. Februar in Mannheim erst wieder Spielpraxis sammeln, denn gegen Allianz Stuttgart ist Nneka Onyejekwe nicht spielberechtigt.

Die starke Blockerin Kathleen Slay sah diesmal nur zu. Im Pokalendspiel ist sicher auch wieder Topscorerin Michelle Bartsch (Knieprobleme) am Ball, die beim 2:3 gegen Potsdam an allen Ecken und Enden fehlte.

„Das Pokalfinale ist aber noch weit weg“, sagt Laura Dijkema. „Wir sind jetzt erst mal auf das Samstag-Spiel in Vilsbiburg fokussiert, da wollen wir unbedingt wieder richtig punkten. Und danach fliegen wir auch noch nach Moskau.“

Exakt 874 Pokalfinal-Karten hat der DSC bis Donnerstag an seine Fans verkauft. Am Freitag ist in der Geschäftsstelle der Endspurt angesagt. Ab Montag gibt es nur noch wenige Resttickets.

Fotos: Lutz Hentschel


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