1:3! Der DSC muss noch viel lernen

Katie Slay (hinterm Netz) schlägt gegen Yeon-Koung Kim (Nr. 10) und Christa Dietzen (beide Istanbul).
Katie Slay (hinterm Netz) schlägt gegen Yeon-Koung Kim (Nr. 10) und Christa Dietzen (beide Istanbul).

Von Steffen Grimm

Dresden - Der DSC hat zwei Sätze starke Gegenwehr geleistet, aber das erste Spiel in der Gruppenphase der Champions League mit 1:3 gegen Top-Favorit Fenerbahce Istanbul verloren.

Der erste Satz - naja, das Erwartete. Das Team von Alex Waibl, das diesmal mit Lisa Stock statt Myrthe Schoot (Entzündung im Knie) als Libero antritt, liegt gegen den türkischen Supercup-Gewinner ratzbatz 1:5 hinten.

Es folgt die beste Phase der Dresdnerinnen in diesem Abschnitt, die zum 6:6 ausgleichen und das Geschehen bis zum 9:9 offen gestalten. Dann ist Fenerbahce - diesmal von nur 25 ungewohnt zahmen türkischen Fans unterstützt - am Drücker, marschiert recht mühelos durch - 17:25.

Laut DSC-Flyer wurde Istanbuls Gizem Karadayi 1915 (!) geboren.
Laut DSC-Flyer wurde Istanbuls Gizem Karadayi 1915 (!) geboren.

Verrückter zweiter Akt: Nach einem 1:6-Rückstand packen die Dresdnerinnen endlich das von Katharina Schwabe im Vorfeld angekündigte Kämpferherz aus. Mit einem Knaller von Kathleen Slay gehen sie mit 8:7 erstmals in Führung.

Beim 18:16 durch Michelle Bartsch sind es zwei Punkte Vorsprung, nach einem Block zum 22:19 drei. Und nach dem Ass von Jennifer Cross zum 24:20 wird die Arena zur „Margon Hölle“. Vier Satzbälle für den deutschen Meister! Doch der bringt keinen davon durch, die Gäste blocken alles ab und schlagen abgezockt zurück - 24:26.

Trotz dieses Dämpfers behalten Laura Dijkema [&] Co. den Kopf oben. Sie versuchen im dritten Satz noch einmal alles, führen 7:6. Laut DSC-Flyer wurde Istanbuls Gizem Karadayi 1915 (!) geboren.

Ganz alt sieht der türkische Auswahl-Libero tatsächlich beim 11:8 aus, als ein Ass von Topscorerin Michelle Bartsch (insgesamt 14 Punkte) neben ihr einschlägt. Die Mannschaft von Chefcoach Alex Waibl gibt Gas, zieht auf 22:15 davon. Und diesmal reicht das Polster. Der vierte Satzball bringt das 25:19.

Die Dresdner Hoffnungen auf ein Wunder wie vergangene Saison beim 3:2-Sieg in Istanbul, erstickt Fenerbahce im vierten Durchgang brachial - 12:25. Nach 105 Minuten verliert der DSC mit 1:3. „Wir müssen technisch und taktisch noch viel lernen. Aber wir kommen Stück für Stück voran und sind auf einem guten Weg“, erklärt Alex Waibl.

Lisa Stock (li.) und Trainer Alex Waibl müssen das Team nach der Niederlage wieder aufrichten.
Lisa Stock (li.) und Trainer Alex Waibl müssen das Team nach der Niederlage wieder aufrichten.

Fotos: Lutz Hentschel


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