Den Trainer freut's: "Dickkopf" Schwabe bleibt dem Dresdner SC treu

Dresden - Sonne satt, 26 Grad Celsius, wenige Meter entfernt lockt der Pool. Am Purobeach lässt es sich aushalten. Verständlich, dass er in dieser Jahreszeit zu den Lieblingsplätzen von Katharina Schwabe gehört.

Angreiferin Katharina Schwabe schlägt gegen Wiesbadens staunende Selma Hetmann zu
Angreiferin Katharina Schwabe schlägt gegen Wiesbadens staunende Selma Hetmann zu  © Lutz Hentschel

Ganz entspannt verkündet die Volleyballerin hier ihre Entscheidung für die Zukunft: Sie bleibt ihrem DSC auch in den nächsten beiden Jahren treu.

Die Angreiferin ist eine Dauerbrennerin beim Dresdner Vorzeigeverein, geht ab Herbst in ihre achte Saison. Es ist die dritte Vertragsverlängerung, die sie jetzt unterschrieben hat.

"Aber so spät habe ich noch nie verlängert", sagt "Schwabi". Sie hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und erklärt: "Die Überlegung, mich anders zu orientieren, war schon da. Es war eine schwierige Saison. Ich habe viel Kritik von außen, von einigen Fans wahrgenommen. Das habe ich mir manchmal sehr zu Herzen genommen."

Nach einer kurzen Pause sagt die gebürtige Bad Muskauerin mit einem breiten Lächeln: "Mich verbindet mit Dresden sehr viel. Ich habe meine Heimat und meine Freunde sehr nah bei mir. Beim DSC habe ich den Großteil meiner Entwicklung genommen. Hier konnte ich viele Erfolge feiern. Der Verein hat mich immer unterstützt. Deshalb ist die Vertragsverlängerung auch eine Herzenssache."

So lässt sich's im Urlaub aushalten: Katharina Schwabe schlürft am Purobeach an einem Grapefruit-Cocktail.
So lässt sich's im Urlaub aushalten: Katharina Schwabe schlürft am Purobeach an einem Grapefruit-Cocktail.  © Matthias Rietschel

Ihre Ziele für die kommenden beiden Jahre formuliert die 25-Jährige so: "Die nächste Saison würde ich gern mit Doppel-Gold abschließen. Ich will als Spielerin stabiler werden, auch im Kopf, mental."

Das hört Chefcoach Alex Waibl gern. "Schwabi ist ein Dickkopf. Das hilft manchmal, ist mitunter aber auch im Weg. Sie ist ein emotionaler Typ, der andere mitreißen und an guten Tagen Spiele entscheiden kann. Ich erwarte von ihr, dass sie über die Saison hinweg ausgeglichener wird und mit manchen Dingen gelassener umgeht. In ihrer Entwicklung ist sie noch nicht am Ende. Sie kann in der Annahme noch konstanter und im Angriff variabler werden", sagt Waibl klar und deutlich.

Und ergänzt: "Immer wenn wir was gewonnen haben, stand Schwabi auf dem Feld. Ich freue mich, dass wir auch in den nächsten beiden Jahren weiter zusammenarbeiten.


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